Gedichte-Eiland

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Thomas 06.03.2018 08:22

Liebe Koko,

das Schlimme ist doch, dass St.Martin schon durch Halloween soweit ruiniert ist, dass die Abschaffung des Namens kaum einen Unterschied macht. Geben aus Nächstenliebe ist ersetzt durch Anlernen von agressivem Betteln - Süßes oder Saures. Da haben Flüchtlinge nichts beigetragen.

Sie Barbaren kommen immer von immen. Das Problem habe ich z.B. in meinem Gedicht "Miss Amerika" versucht auszudrücken. Die Freiheitrechte, um die du zu Recht besorgt bist, haben wir selbst ruiniert und verspielt. Das Flüchtlingsproblem macht es nur für viele offensichtlich. Das habe ich versucht im Kommentar #15 zu sagen. Frage doch mal die lauthalsen AfDler, was sie für die Rechte unterdrückter Frauen in islamischen Ländern vor 10 oder 20 Jahren getan haben.

Die isolierte Betrachtung der Flüchtlinge kann keine Lösung bringen. Damit sage ich natürlich nicht automatisch, dass diesbezüglich alles toll gelaufen ist.

Liebe Grüße
Thomas

Kokochanel 06.03.2018 10:10

"das Schlimme ist doch, dass St.Martin schon durch Halloween soweit ruiniert ist, dass die Abschaffung des Namens kaum einen Unterschied macht. Geben aus Nächstenliebe ist ersetzt durch Anlernen von agressivem Betteln - Süßes oder Saures. Da haben Flüchtlinge nichts beigetragen.".4

Das mag ansatzweise so sein, lieber Thoms, auch darauf zurckzuführen, dass wir blindlings amerikanische Sitten annehmen. Anderes Thema. Es trifft aber nicht den Punkt, den ich meine.
Mir geht es um das "Einknicken" vor muslimischen Ansichten. Dazu gehört auch St. Martin, egal, wie beschädigt es sein mag. Bei uns ist es übrigens hier noch in Ordnung. Es geht darum, ob wir uns den Einwanderern anpassen oder sie sich uns.
Kein Mensch käme auf den Gedanken, das Zuckerfest umzubenennen, nur weil es vielleicht deutsche Diabetiker stört. ich sage dies mal so flappsig.
Die Menschen, die herkommen, müssen unsere Sitten und Gebräuche respektieren und wenn sie ihren eigenen zuwiderlaufen, dann müssen sie ihre eigenen ablegen.Bei uns hängen nun mal keine ausblutenden Hammel am Balkon...
Es ist ein Signal, ein Zeichen, das man setzt. Völlig anders ist es bei Besuchern, z.B. Oktberfest und Scheichfrauen in Burka. Natürlich können sie da beim Besuch ihre Burka tragen. Sie wollen ja auch keine Deutschen sein.

Die Einwanderer aber möchten Deutsche werden. Sie möchten unser Sozial-und Schulsystem nutzen, gute Wohnungen , Krankenversorgung haben ect., dann kann man auch verlangen, dass sie sich wie Deutsche benehmen.
Es muß ja nicht sein. Wenn es ihnen nicht passt, können sie ja gehen.
Man kann sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken.

Wenn man da in zu großer Toleranz Freiheiten gibt, was wir ja laufend tun, dann bleibt von unserer Kultur nichts mehr. Ich habe lange in muslimischen Ländern gelebt wie du weißt und dort wurde erwartet, dass man sich anpasst.
Warum also sollten wir in Deutschland das nicht auch erwarten und fordern dürfen? Nein, wir müssen es sogar tun.

Auch wenn die rassistische und menschenfeindliche, gehirnamputierte AfD ( übigens sehen sie auch alleinerziehende Mütter als Schlampen, die keinen Mann halten können- grusel) sich diese legitimen Thesen zu eigen macht und zu ihren Gunsten verfremdet, müssen wir da klar differenzieren.
Wer willkommen sein will, der muss auch die bestehenden Strukturen anerkennen.Nicht weil er schwarz , gelb oder kariert ist, sondern weil eine Gesellschaft immer nur auf einer soliden basis funktionieren kann, wo die Regeln klar sind.
LG von Koko

thommi 06.03.2018 21:04

@ Kokochanel

Hab mir mal Zeit genommen, deine Satiren und Kommentare zu sichten, sehr aufschlussreich, da ich ähnlich denke.
Aber hast du Angst, dass du in die braune Ecke gestellt wirst, wenn du dann sowas schreibst?
Zitat:

Zitat von Kokochanel
Auch wenn die rassistische und menschenfeindliche, gehirnamputierte AfD ( übigens sehen sie auch alleinerziehende Mütter als Schlampen, die keinen Mann halten können- grusel) sich diese legitimen Thesen zu eigen macht und zu ihren Gunsten verfremdet, müssen wir da klar differenzieren.

Da gibts einige Hirnis, schon klar, aber rassistischer als deine Aussagen sind sie auch nicht. Falls du es nicht wusstest, wurden alle (wirklich saudummen) Passagen über Alleinerziehende ersatzlos sowohl im offiziellen Grundsatzprogramm als auch im Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 gestrichen. Natürlich ist nicht alles toll, was die so verzapfen, aber sie sind tatsächlich die einzige Alternative zu den etablierten Parteien und deshalb habe ich sie auch gewählt. Dazu stehe ich und drücke mich nicht ständig um den heißen Brei rum.
Ich glaube, dass die Grokotz alles so weitermachen wird, wie bisher. Und solange wähle ich die auch. Es liegt einzig in Merkels Verantwortung, dass es bald schon einen Rechtsruck geben wird. Das passiert gerade in ganz Europa, jüngstes Beispiel Italien, durch die desaströse Flüchtlingspolitik und deren Folgen, was den einheimischen Bevölkerungen alles zugemutet und aufgebürdet wird. In D dauert das immer ein bisserl länger, aber auch hier wird das Mitte-Rechts-Bündnis über kurz oder lang kommen. Das geht gar nicht anders. Das warte ich in aller Ruhe ab.

thommi

@ Thomas

Zitat:

Zitat von Thomas
Die isolierte Betrachtung der Flüchtlinge kann keine Lösung bringen. Damit sage ich natürlich nicht automatisch, dass diesbezüglich alles toll gelaufen ist.

Da ist überhaupt nix toll gelaufen, das ist alles aus dem Ruder gelaufen. Kaum einer hat sich bis 2015 über die Aufnahmepraxis von Flüchtlingen aufgeregt. Ich habe immer gesagt, das ist in Ordnung, ich wäre auch froh, wenn ich meinen Hintern in einer solchen Situation retten könnte.
Was aber hier rein gelassen wurde, sind nicht alles Kriegsflüchtlinge oder gewaltsam Vertriebene, sondern zum großen Teil Wirtschaftsflüchtlinge, da wird nämlich nicht unterschieden, das ist das Problem. Es ist fatal für ein Land viele hunderttausend neue Harz IV-Empfänger aufzunehmen, wenn man die Bedürftigkeit der eigenen Bevölkerung, trotz "schwarzer Null" nicht einmal in den Griff kriegen kann. Und wenn die dann nicht kriegen, was sie sich vorstellen, dann werden diese armen traumatisierten Menschen aus lauter Enttäuschung eben kriminell, weil sie sehen, was hier alles möglich ist, für sie aber unerreichbar bleibt (obwohl sie vorher noch nicht mal ihren eigen Hintern am Kacken halten konnten).
Und was ist mit den ganzen Verbrechern?
Jeden Tag steht was in den Medien, jeden Tag liest du Horrormeldungen. Wie willst du den Eltern der Mädchen von Freiburg oder Kandel jemals wieder in die Augen sehen?
Da stechen sich Jugendliche ab, wegen Glaubensfragen!
Da schmeißt so einer seine Frau aus dem Fenster und schleift sie dann mit dem Auto.
Da geht einer in den Supermarkt und sticht wahllos Passanten ab.
Da werden Frauen vergewaltigt und sexuell belästigt.
Da planen Kinder Terroranschläge.
Wie lange soll ich die Liste noch fortführen?

Zitat:

Zitat von Thomas
Ich habe keine Idee, ob und wie wir das schaffen, aber wir schaffen es nur, wenn wir nicht auf die Flüchtlinge starren (sie sind nur die Bringer der schlechten Nachricht), sondern auf die Probleme dahinter, welche die Flüchtlinge überhaupt zu uns kommen lassen.

Das ist eben das Problem. keiner hat da einen Plan. Aber was sollte sich an den Zuständen der in unser Land importierten Konflikte und Taten der Neubürger ändern, wenn die Probleme dahinter angegangen werden? Ich sags dir: Nix, gar nix. Die bleiben. Nicht die Kriegsflüchtlinge, die gehen vielleicht zurück um Wiederaufbau zu betreiben. Die Schmarotzer und Verbrecher werden uns auf Dauer bleiben und das Leben hier schwer machen, die wirst du nie wieder los.

Zitat:

Zitat von Thomas
Diese vor allem sind es, die politisch gelöst werden müssen, dann schaffen wir das auch mit den Flüchtlingen in Deutschland, sofern sie dann überhaupt noch blieben wollen. Wie das möglich ist, das kann ich nicht sagen, aber was man aus Gleichgültigkeit nicht sieht, oder sich nicht anzusehen wagt, das kann man garantiert nicht verbessern.

Die (meisten) Menschen hier wollen friedlich zusammen leben. Nicht morgen oder irgendwann, sondern heute. Unsere Politik hat es zugelassen, dass hier zum Teil schlimme Zustände herrschen. Das liegt nicht doch nicht an unserer Toleranz gegenüber fremden Kulturen, sondern weil eben viele Arschlöcher hierhin gekommen sind, die unsere Toleranz bis auf den letzten Blutstropfen bereit sind auszunutzen. Sowas fällt dann leider auf alle zurück. Das ist die Wahrheit, und das erkennen immer mehr Menschen in Europa.
Ich bin mehr als misstrauisch und ich schaue sehr wohl auf diese Fremden, es bleibt mir ja auch nix andres übrig. Jeden Tag liest du neue Horrormeldungen. Nicht von irgendwo auf der Welt, sondern direkt um die Ecke der eigenen Haustüre.
Gut, man kann sagen, dann hat es uns eingeholt. Aber ist das wirklich notwendig und mit welcher Rechtfertigung will die Politik das den Leuten erklären? Wir haben doch gar keinen Einfluss, was die Politiker verbockt haben, dass es zu den schlimmen Zuständen auf der Welt gekommen ist. Sind wir schuldig, weil wir diese Versager im guten Glauben gewählt haben, damit sie außenpolitisch alles verbocken?

Menschlichkeit hilft genau null, wenn jene, die das hier alles anrichten unsere Humanität zwar in Anspruch nehmen, sich selbst aber um ihre eigene Menschlichkeit einen Dreck scheren? Das wird nicht funktionieren, da kannst du noch so guten Willen zeigen, das geht nicht gut.
Und das wissen alle, die sich so menschenfreundlich dafür aussprechen, zumindest ahnen sie es.
Und insofern machen sich alle mitschuldig, die die bestehenden Verhältnisse so vehement verteidigen, anstatt etwas dagegen zu tun.

Es gibt fast 7,6 Milliarden Menschen auf der Welt. Ich weiß, das ist ein Tabuthema. Aber wenn wir uns so weiter vermehren wie die Karnickel, dann wird es bald noch ganz andere Massenbewegungen geben. Und wenn wir uns dagegen nicht bald verteidigen, dann werden die uns früher oder später plattmachen.
So sieht es nämlich aus. Also wehret den Anfängen.
Und das hat nichts mit Rassismus, Hass oder Menschenverachtung zu tun, sondern es wird irgendwann um das eigene Überleben gehen.
Das weißt du, das weiß ich und alle, die auch nur ein wenig um die Ecke denken können, wissen das auch.

thommi

Felix 06.03.2018 21:41

Flüchtlimngspolitik
 
Liebe Diskussionsteilnehmer,
ich glaube, die Standpunkte der Diskussionsteilnehmer/innen sind nun zur Genüge bekannt. Mögen die Leser/innen sich das alles ansehen, die Auffassungen mit den eigenen Erfahrungen und Einstellungen vergleichen und dann (ich zitiere Immanuel Kant 1784, der diesen Satz zum Leitspruch der Aufklärung erklärte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“) eben diesen Mut aufzubringen. Zuverlässige Informationsquellen gibt es in hinreichender Menge.

Hallo Kokochanel,
interessant sind Deine Eingangsbemerkungen zu St. Martin., den wir Deutschen ja genauso wenig erfunden haben wir Halloween.
Ich erinnere mich allerdings eines Brauches um die Weihnachtszeit in einer Zeit, in der ich nicht die geringste Ahnung von St. Martin, geschweige denn von Halloween hatte. Als Kinder zogen wir durch die Straßen, klingelten bei den Leuten und ich weiß, dass wir gesungen haben: "Bin ein kleiner König, gebt mir nicht zu wenig, lasst und nicht zu lange stehn, wolln ein Häuschen weiter gehn." Da gab es dann Süßigkeiten, Plätzchen und hin und wieder paar Groschen. Bei denen, die nix gaben, haben wir dann hinterher "Schellemänekes" gemacht, um die Geizigen zu ärgern. (Für Thomas: Das geschah am Magdelstieg, der Oken- und der Gustav-Fischer-Straße).

Die Übernahme amerikanischer Sitten - da frage ich Dich: Und wo haben die Amerikaner diese Sitten her? Den St. Martin haben wir von den Franzosen.
Den Muttertag, ja, den haben wir wohl tatsächlich von einer Amerikanerin.
Der Internationale Frauentag wurde 1910 in Kopenhagen (allerdings von einer deutschen Sozialistin -Clara Zetkin- ausgerufen. Halloween ist die Überstülpung durch die seltsamen Gebräuche der Jetztzeit uralter Hexenfeste (ähnlich wie die "Walpurgisnacht" eine christliche Überstülpung des Hexentanzes auf dem Brocken ist). Das Julfest wurde von Weihnachten abgelöst, das ja auch nicht auf unserem Mist gewachsen ist.
Ich könnte noch mehr Beispiele aufführen, in denen Bräuche aus anderen Kulturkreisen übernommen worden sind. Als letztes vielleicht noch der Valentinstag, der von Italien aus über den Umweg Amerika zu uns gekommen ist.
Das Schöne ist, dass ich nicht gezwungen werde, irgendeiner dieser Bräuche zu übernehmen.
Völlig auf Deiner Seite stehe ich, wenn Du den Kopf über die Umbenennung verschiedener Feste den Kopf schüttelst. Das Abhängen der Kreuze habe ich schon genannt. Obwohl ich kein Christ bin und das Kreuz-Symbol für ein recht verunglücktes halte - wenn Weicheier im vorauseilenden Gehorsam meinen, so etwas müsse gemacht werden, damit sich kein Moslem darüber aufregt, dann sollte man die Verantwortlichen beim Namen nennen, damit man weiß, wohin man bei der nächsten Wahl sein Kreuz nicht macht.
Die Burkadiskussion - da stehe ich auf Seiten des leider verstorbenen Ralf Giordanos, der in seiner deutlichen Sprache sagt, dass er es sonderbar fände, wenn ihm in Köln Pinguine über den Weg laufen. Ich frage mich: Wieviel Frauen hast Du schon in einer Burka gesehen? Es waren höchstens drei in den letzten 10 Jahren. Meine jungen türkischen Verkäuferinnen lachen sich übrigens über Burkaträgerinnen schlapp und verraten mir spitzbübisch zwinkernd, was die da so an hochpreisigen Dessous darunter tragen.
Du schreibst: "Die Einwanderer aber möchten Deutsche werden. Sie möchten unser Sozial-und Schulsystem nutzen...".
Na ja, ob sie Deutsche werden wollen, weiß ich nicht. Dass die meisten von ihnen erst mal ihr Arsch retten, dem Bombenhagel entfliehen oder nicht beschnitten und zugenäht wollten, sehe ich allerdings als Hauptgrund für ihre Flucht. Dass viele aus wirtschaftlichen Gründen kommen, einfach besser leben wollen - wer sollte ihnen das verdenken?
Auf Deiner Seite stehe ich auch, wenn Du forderst, dass sich der Gast, der Flüchtling (dasselbe verlange ich auch von Touristen), an unsere Gesetze hält, unsere Sitten und Bräuche achtet (übernehmen verlange ich nicht).
Du schreibst. "Auch wenn die rassistische und menschenfeindliche, gehirnamputierte AfD..." - das klingt engagiert und gefällt mir, auch wenn es recht drastisch (und leider, leider unvollständig) ausgedrückt ist. In dieser AfD oder bei Peronen, die dieser GfD (Gefahr für Deutschland) nahestehen, gibt es auch Universitätsprofessoren oder ehemalige, die denen, die nicht den Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, "Argumente" liefern und ihnen auseinander klamüsern, dass die Erde eine Scheibe ist.

Gruß,
Felix

Kokochanel 06.03.2018 23:01

@Thommi:

Afd…“Da gibts einige Hirnis, schon klar, aber rassistischer als deine Aussagen sind sie auch nicht.“.

Genau das ist das Problem, dass von AfD Anhängern , wie ich schon sagte „legitime kritische Thesen“zu ihrem AfD-Müll verschwurbelt werden. Du versuchst hier dasselbe.
AfD ist rechts, es gab am Anfang unter Lucke nur einige rechtsgerichtete, Gauland war auch schon dabei. Dann hat die AfD den Dreh nicht gekriegt und wollte Wahlen gewinnen, also ließ sie die Schwachköpfe alle rein. Heute ist sie eine klar rassistische und menschenverachtende Partei, die außer ihrem nazistischen Geschwafel keinerlei Lösungen anzubieten hat. Weder für Steuern noc Rente, noch Armut, noch irgendwas. Keine Spur also von Alternative.

Merkel hat eine Katastrophensuppe angerührt, die jede nachfolgende Regierung auslöffeln muss. Sie selbst hat die Rüdheit, zu sagen, dass sie nicht wüsste, was sie hätte anders machen können. Nun versucht sie, wieder im Amt, die Brandherde zu löschen, so gut es geht. Auch die AfD könnte das nicht besser, denn viele außenpolitische, wirtschaftliche und globale Aspekte, die auch Thomas schon ansprach, erschweren das. Der Karren steckt im Dreck. Die unerfahrene und poltrige AfD jedoch wäre sicherlich die letzte Partei, die hier eine Lösung bringen könnte. …Schäferhunde auf alle, oder wie? Natürliche, reinrassige Man-hunter, die auf deutsch bellen…

Ich war dafür, dass Merkel geht, aber viele andere, die ich nicht verstehe, haben sie wieder gewollt.
Dies bedeutet aber nicht, dass ich eine Partei wählen würde, die klar rechts ist. Wer Höcke zuhört, muss sich gruseln.
Wie ich schon sagte, mir geht es nicht um Deutschtümelei, ich liebe nicht, wie Felix es tut, Deutschland. Ich liebe das freie Land, in dem ich leben darf. Mir geht es um die Erhaltung dieser persönlichen Freiheit.

Wer dieses in Gefahr bringt, setzt der Demokratie Hörner auf und ermuntert Rechte , Linke, andersgläübige Radikale, ihr gewalttätiges Denken und Tun vor sich selbst und anderen zu legitimieren.

Ich wünsche mir, dass nazistisch denkende und handelnde Menschen in diesem Land nie wieder Regierungsgewalt bekommen. Weil sie nämlich ebenso diktatorisch sein würden wie eine muslimische Partei und damit dem Bürger seine persönliche Freiheit nähmen.

LG von Koko

Felix 10.03.2018 11:33

Hallo Kokochanel,
Du erwähnst in Deinem letzten Kommentar, "ich liebe nicht, wie Felix es tut, Deutschland. Ich liebe das freie Land, in dem ich leben darf."
Nun, ich halte es da mit Gottfried Keller: "Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe!"
Du liebst "das freie Land, in dem ich leben darf." Gehe ich richtig in der Annahme, dass Du in Deutschland lebst, in dem Du alle Freiheiten genießt?
Mit "Liebe" ist mein Verhältnis zu Deutschland angedeutet, aber nicht genau beschrieben. Da halte ich es mit ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, der sinngemäß geäußert hat: "Deutschland lieben? Ich liebe meine Frau." Für mich ist der Begriff Liebe allemal damit verbunden, dass man das, was man liebt, auch kennt. Dazu gehören neben der unzweifelhaften Glanzpunkte auch die düsteren Epochen, für die Deutschland verantwortlich oder mitverantwortlich ist.
Du wünschst Dir, "dass nazistisch denkende und handelnde Menschen in diesem Land nie wieder Regierungsgewalt bekommen. Weil sie nämlich ebenso diktatorisch sein würden wie eine muslimische Partei und damit dem Bürger seine persönliche Freiheit nähmen."
Wünschen kann man sich viel! Die Frage ist, was Du tust!
Es ist a bisserl wenig, der Pfarrerstochter Merkel das Anrühren einer Katastrophensuppe anzukreiden (ich glaube, dass die "Katastrophe" sich sehr in Grenzen hält und viele Menschen neidvoll auf dieses Katastrophe schielen lässt).
Gruß,
Felix

Kokochanel 10.03.2018 12:11

Hi Felix,
deine Phrasen sind Selbstverständlichkeiten und bringen diese Diskussion nicht weiter, weil du nicht argumentierend widerlegst, sondern die Diskutanten immer in eine Rechtfertigungsposition bringen möchtest. Das ist nervig.
Solche Banalitäten wie "Gehe ich recht in der Annahme, dass du in Deutschland lebst":D... dir ist wohl bekannt, wo ich lebe.Ich halte es mit niemandem und ich habe meine Meinung kundgetan, das muss reichen- auch dir, wenn du sachlich nichts zu widerlegen hast.
Gruß Koko

Felix 10.03.2018 13:55

Hallo Kokochanel,
es sei Dir gegönnt, einfache Wahrheiten als "Phrasen" zu bezeichnen.
Wie nenne ich denn einen Satz wie: "Merkel hat eine Katastrophensuppe angerührt, die jede nachfolgende Regierung auslöffeln muss." ? Oder den: "Der Karren steckt im Dreck." ?
Sind das Beispiele für eine weiter führende Diskussion?
Manche Deiner Beiträge bedienen sich einer platten Sprache, da bleibe ich lieber beim Nerven.
Gruß,
Felix

thommi 11.03.2018 11:36

@ Kokochanel

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber deine Beiträge spiegeln zum Teil genau diesen "verschwurbelten AfD-Müll" wieder. Auch bin ich kein Anhänger dieser Partei, sondern ein Protestwähler aus genau den vorgebrachten Gründen, ganz sicher nicht wegen ihrer Steuer- und europafeindlichen Politik oder weil das alles so nette Menschen sind. Ich stehe jedenfalls dazu und weise das nicht scheinheilig von mir. Du solltest mir also dankbar sein, denn du schriebst ja:
Zitat:

Zitat von Kokochanel
Immerhin aber hat sie (die AFD), allein durch den Druck, der von ihrer Existenz ausgeht, es erreicht, dass man die Problem heute ansprechen darf ohne gleich als Nazi dazustehen.

Obwohl du mir gegenüber genau das Gegenteil von deiner Aussage praktizierst. Gibt dir das nicht zu denken?
Aber, wie ich schon sagte, ich will dich nicht angreifen, denn im Grunde wollen wir ja dasselbe.
Und lass dich von Felix nicht aufs Glatteis führen. Der geriert sich hier als Gesinnungsgenosse und Erfüllungsgehilfe einer für unser Land und Europa katastrophalen Flüchtlingspolitik, die auf lange Sicht nur Destruktion erzeugen wird.

thommi

@ Felix

Jetzt werde ich dir mal meine ganz persönliche Meinung darlegen:

Ich denke zu wissen, wo du stehst. Nämlich auf der Seite der Gouvernanten und Gesinnungsprüfer. Das Aroma schwebt für mich schon seit einiger Zeit in der Luft. Du spielst hier den alten Onkel und Gralshüter einer spät- und postmarxistischen Gesinnungskultur. Du versuchst die Leute mit deiner überlegenen Moralvorstellung auf verachtenswerte Weise zu maßregeln und mimst das kritische Bewusstsein, nimmst es aber mit der Meinungsfreiheit selbst nicht so genau.
Das heißt: Natürlich ist die linke Meinung vollkommen frei, sich in allen Teilaspekten und Feinheiten zu äußern. Aber derjenige, der sich hingegen vom linken Mainstream, der für sich selbst in Anspruch nimmt, linksliberal zu sein, entfernt, muss teuflisch aufpassen, dass er von dir nicht sofort in die rechte, am besten gleich in die rechtsradikale Ecke gestellt wird. Denn da zu differenzieren, das ist für dich selbstverständlich nicht erforderlich, weil du ja selbstredend mit der allgegenwärtigen political correctness konform gehst. Sind für dich ja nur die Rechten! Da kommt es auf Unterscheidungen nicht so an.
Ich möchte an dieser Stelle an einen Sinnspruch erinnern, der anscheinend heutzutage keinen Wert mehr hat: Dies ist ein freies Land!

Und ich und jeder andere hier hat das verdammte Grundrecht, über die hunderttausenden Flüchtlinge, die unser Land im Gegensatz zu anderen europäischen Nationen aufgenommen hat, zu sagen, was ich denke.

Und bevor du jetzt anfängst, mir rechtslastige Tendenzen zu unterstellen, möchte ich darauf hinweisen, dass meine Familie und einige meiner Nachbarn die Patenschaft für eine 5-köpfige Familie aus Eritrea übernommen haben, die von unseren Behörden vollkommen im Stich gelassen wurde, die in den nahe gelegenen Flüchtlingsunterkünften auf die schlimmste Art und Weise terrorisiert wurde, weil es sich um eine christliche Familie handelt.
Ebenfalls haben wir uns für eine syrische Familie eingesetzt, die dem Vater der o.a. Familie beistand, als ihn einige bekloppte Moslems halbtot geschlagen haben und seine Frau vergewaltigen wollten.

Bei Interesse gebe ich gerne weitere Auskünfte, wie das abgelaufen ist und welche Konsequenzen das für die Betroffenen und unsere bzw. meine Familie(n) hatte.

Also erzähl mir hier nix. Denn wenn man deiner Lebensgeschichte Glauben schenken darf, dann handelt es sich bei dir um einen schon älteren Menschen, dem es anscheinend scheißegal sein kann, wie es mit unserem Land in nächster Zukunft weiter geht.

thommi

Kokochanel 11.03.2018 12:23

@thommi "Und ich und jeder andere hier hat das verdammte Grundrecht, über die hunderttausenden Flüchtlinge, die unser Land im Gegensatz zu anderen europäischen Nationen aufgenommen hat, zu sagen, was ich denke."
Da stimme ich dir ausdrücklich zu.

Im Moment bist du es, der sich von Felix, der das recht gekonnt macht, aufs Glatteis führen lässt und sich zu rechtfertigen sucht.:D
Ich kenne seine Taktitk und muss nicht betonen, dass auch ich, lange bevor es modern war, Flüchtlingen half.

Du bist AfD freundlich, aber nicht rechts nach eigenen Angaben. Da befindest du dich in Gesellschaft von Prozent Wählern, die mittlerweile über die der SPD hinausgehen. Denn auch die werden für die Armen nichts tun.
Wenn man genauer hinschaut ist die Grundrente nur für Menschen, die ohnehin Grundsicherung haben und nicht bedingungslos.Dh , der sprsame Wohnungsbesitzer muss nach wie vor seine Wohnung verkaufen und von dem Geld leben.
Der Rechtsanspruch soll für Grundschulbetreuung ebenso einklagbar sein wie der für die Kita. Und kann man sich ebenso die Wand mit tapezieren, denn wo keine Betreuung ist, ist keine...
Alles also nur Makulatur.

Diese Fakten werden mehr Wähler in die Arme der AFD treiben und das ist schlimm, finde ich.Obwohl ich dir auch leider dahingehend recht geben muss, sie ist demokratisch gewält. Also liegt die Verantwortung dafür auch bei den etablierten Parteien, was es nicht besser macht...

LG von Koko

Felix 11.03.2018 14:22

Flüchtlingspoltik
 
Hallo thommi,
Du denkst zu wissen, wo ich stehe und hältst mich für älteren Menschen, dem es anscheinend scheißegal sein kann, wie es mit unserem Land in nächster Zukunft weiter geht.
O sancta simplicitas!
Du baust einen Popanz nach dem anderen auf, redest von spät- oder postmarxistischer Gesinnungskultur und das alles darfst Du in diesem freien Land. Du berufst Dich auf "das verdammte Grundrecht, über die hunderttausenden Flüchtlinge, die unser Land im Gegensatz zu anderen europäischen Nationen aufgenommen hat, zu sagen, was ich denke."
Wer hätte Dich je daran gehindert?
Was ich sehr spaßig finde, ist, dass Du das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ein "verdammtes" Grundrecht nennst.
Was ich merkwürdig finde, dass man von einem "thommi" in einem Gedichteforum außer fragwürdigen Beiträgen in diesem Faden keinen einzigen Beitrag findet. Mit vollem Mund La Paloma pfeifen - und das hat nichts mit Gesinnung zu tun - en passant Spekulationen über Gesinnungen anderer vom Stapel lassen, ist, soweit es mir bekannt ist, nicht Sinn und Zweck eines Gedichteforums. Was mich angeht: Ich schreibe in erster Linie Gedichte, kommentiere Gedichte anderer und nehme auch schon mal Stellung gegen allzu dubiose Textinhalte.
Wenn ich eine tiefenpsychologische Analyse brauche, wende ich mich an ausgewiesene Fachleute.


Hallo Kokochanel,
thommi wird also von mir aufs Glatteis geführt!? Sag mal: Gehts noch?
Immerhin gestehst Du mir zu, dass ich das "recht gekonnt" mache.
Leute wie thommi muss man nicht aufs Glatteis führen. In der Regel kurven die da, allerdings weniger gekonnt, selbst herum.
Du stimmst ihm ausdrücklich zu, wenn er ein verbrieftes Grundrecht für sich reklamiert. Bei aller gebotenen Höflichkeit: Deiner Zustimmung zum entsprechenden Artikel des Grundgesetzes bedarf es nicht. In aller Bescheidenheit: Ich nehme das gleiche Grundrecht in Anspruch, wenn ich für viele Äußerungen thommis entweder ein müdes Lächeln aufbringe oder gar zu widersprechen wage.
"Ich kenne seine Taktik" schreibst Du und meinst damit meine Taktik. Aha!
"Taktik" kenne ich hauptsächlich aus meiner militärischen Vergangenheit, und da war es ein zielgerichtetes, erfolgsträchtiges Vorgehen. Und Du hast meine "Taktik" durchschaut. Dafür gebührt Dir Lob und Anerkennung!
In Deinem letzten Beitrag erkenne ich nur, dass Du von Höckchen auf Stöckchen (Rechtsanspruch auf Grundschulbetreuung, Grundrente und Grundsicherung) kommst und gezielten Fragen ausweichst (Karren im Dreck,
Merkels Katastrophensuppe).

Gruß,
Felix

Deimos 11.03.2018 17:29

Hallo


langsam wächst sich das hier zu einer Farce aus.
Felix kommt mir vor wie Don Quichote, der kämpfte gegen Windmühlen.

Da gönnt einer dem anderen seine Ansichten nicht und jeder muss gegen jeden etwas gegenteiliges vorbringen.
Hier rechtfertigt sich jeder für seine Meinung zu dem Thema. Das Thema selbst spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.

Und Felix gegen alle. Und alle gegen Felix. Da kann doch was nicht stimmen.
Das muß doch ein Blinder mit nem Krückstock sehen :cool: Es können sich schließlich nicht alle irren :Aua

Viel geredet, nix gesagt. Wie in der Politik.
Bin gespannt, wie viele Beiträge die nur noch das eigene Befinden und den eigenen Lebenslauf beleuchten, auftauchen.

Es ist zum Schmunzeln, wer alles wem und wann geholfen hat. Lauter vorbildliche Bürger!
Über was wird hier eigentlcih gestritten??


:rolleyes::rolleyes::rolleyes:

thommi 11.03.2018 17:46

@ Kokochanel

Volle Zustimmung zu deinen Aussagen. Auch bin ich mir darüber klar, dass die AfD keine wirkliche Alternative ist und an den bestehenden sozialen Missständen nix ändern wird. Aber solange die etablierten Parteien in ihrer Politik nicht umschwenken, hat sie ihre Daseinsberechtigung.
Was diesen Felix angeht, der hat schon längst den Boden unter den Füßen verloren.

thommi

@ Felix

Sag mal, wirst du eigentlich dafür bezahlt, diesen geistigen Dünnschiss der linken Gesinnungsfaschisten hier zu verbreiten?
Das könnte man annehmen, denn du scheinst ja nix anderes zu tun zu haben.

Aber, ach so, ja, ich darf ja gar nix hier schreiben, weil ich keine Gedichte eingestellt habe. Das ist ja mal ne Begründung. Fällt dir nix mehr Besseres ein?
Wer war denn hier zuerst auf dem Text und musste seinen üblichen Sermon loswerden?
Mann, Mann, Mann, wenn ich den ganzen Mist von dir lese, bekomme ich den Eindruck, du bist ein verhärmter, kranker alter, rechthaberischer, spitzfindiger Mann, der nach der Wende in den Westen gezogen ist und vom Leben hier bitter enttäuscht wurde, weil es eben doch etwas anders war, als man sich das so allgemein vorgestellt hat. Hatte Erich Honecker wohl doch recht: "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf."
Anders kann ich mir deinen zynischen Hass auf dieses Land nicht erklären. Komm mal in der Realität an, geh mal in die Brennpunkte, mach dich mal richtig kundig.
Du wohnst in Hilden? Dann komm doch mal nachts allein nach Essen in die I.Weberstraße. Dort findest eine explosive Mischung aus Klein-Beirut und Klein-Chicago. Eine wunderbare Übung für alle linken Gesinnungsfaschisten mit überlegener Moral. Guck doch mal, wie weit du dort kommst. Ich würde keinen Pfifferling auf dich wetten, die haben dich dort ausgeraubt und aufgefressen, bevor du nur "piep" sagen kannst.
Wenn du Essen nicht magst, komm einfach nach Dusiburg-Marxloh. Das ist für einen Deutschhasser Multikulti pur, du hörst arabische Musik, siehst bettelnde Straßenkinder, fast nur Frauen mit Kopftüchern und die deutsche Kultur fehlt komplett. Und wenn du Glück hast, kannst du dann obendrein noch nette Bekanntschaft mit Messern und Eisenstangen machen.
Im Duisburger Dellviertel und der Altstadt sieht das nicht viel besser aus.
Hier findest du die perfekten verlorenen Parallelgesellschaften, die durch eine verfehlte Einwanderungspolitik leiden.

Was glaubst du eigentlich von allen anderen, die hier Kritik an der Flüchtlingspolitik üben? Alles Nazis, nicht wahr, alles Geisteskranke und Faschisten, die man bekämpfen muss, stimmts? So wie früher in der Deitschen Demogradschen Rebublig.
Felix Don Quixote de la Hilden, der Windmühlenkämpfer, der aufopferungsvolle Traumtänzer, der gesinnungsmoralisch potente Sackhüpfer, der Einäugige, der nur auf dem linken Auge sehen kann und dabei noch kräftig schielt. Aber ist nur meine Meinung.

Kein normaler Mensch hat etwas gegen echte Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte. Ich selbst (natürlich nicht allein) kümmere mich um zwei ganz liebe Familien, die inzwischen zu unseren Freunden geworden sind, aber genau das vor Ort erleben, wie wir alle hier. Die fragen sich selbst, was hier abgeht, wie bescheuert die Regierung eigentlich noch sein kann.

Und weil ich diesen Menschen geholfen habe, muss ich mir von so einem dreckigen Kackvogel ins Gesicht sagen lassen, dass ich aufpassen soll, weil er sonst meine Frau ficken will und zum Nachtisch meine beiden Töchter (9 + 12)? Das ist toll, nicht wahr? Ist es das, was dich antörnt? Du möchtest, dass noch mehr Mädchen und junge Frauen "gekandelt" werden?
Schlag doch mal die Medien auf. Jeden Tag findest du dort neue Opfer dieser armen schutzbedürftigen Flüchtlinge.

Ein altes Sprichwort kommt außer Gebrauch: Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht ... Für Gabel, Schere und Licht mag das noch gelten, für Messer nicht mehr. Gehört mittlerweile zur Grundausstattung 15-Jähriger, die in ihrer Heimat politisch verfolgt wurden und fliehen mussten.

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, bist du nur ein linker Sesselfurzer, der den Arsch nicht hochkriegt, aber moralische Vorträge und sich selbst für einen Übermenschen hält und an Realitätsverweigerung leidet.

Mein Tipp für dich: Geh mal in Solingen durch die Straßen und rufe laut aus, dass der Salafismus Scheiße ist. Und wenn dann von dir noch was übrig bleibt, ziehe weiter nach Wuppertal, die werden dann den Rest erledigen.
Das traust du dich nicht, wetten? Obwohl wir doch ein Recht auf freie Meinungsäußerung haben.

Von dir lasse ich mir auf keinen Fall erklären, was human oder menschlich ist. Das weiß ich selbst und ich praktiziere das jeden Tag. Aber die Umstände machen es mir immer schwerer, noch an das Gute zu glauben, denn ich muss meine Kinder inzwischen "einsperren", weil ich sie nicht mehr guten Gewissens alleine auf die Straße lassen kann, aus Sorge, dass sich irgendein hässliches Tier an ihnen vergreift. Soweit sind wir schon und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.
Ich habe jedes Recht der Welt, mich darüber aufzuregen und dir spreche ich ab, das relativieren und beschwichtigen zu wollen, denn das sind meine realen Erfahrungen mit der Welt von heute.

thommi

Felix 11.03.2018 19:36

thommi,
habe sofort auf Deinen Ratschlag gehört und die aktuellsten Meldungen aufgerufen:
"Aktualisiert am 11. März 2018, 18:28 Uhr
Ein 14 Jahre altes Mädchen wird getötet - in der Wohnung, in der es mit seiner Mutter wohnt. Ein 15-jähriger Deutscher hat die Tötung nun gestanden."
Ich freue mich immer, wenn ich aus den beiden Städten, in denen ich mehrere Jahre gelebt habe, Solingen und Wuppertal, neueste Nachrichten erhalte. Solingen ist mir besonders gut im Gedächtnis, weil ich da eine Schülerin durch einen Brandanschlag im Mai 1993 verlor. Mordopfer: 5 plus ein gutes Dutzende Verletzter. Täter: Junge (deutsche) Männer aus der Neo-Nazi-Szene.
Die Reaktion der Mutter, Großmutter und Tante: Die Familie antwortete auf das gewaltige Unrecht nie mit neuem Hass, sondern stets mit Gesten der Versöhnung. Mevlüde Genç erklärt das mit ihrem Glauben. Der habe sie gelehrt, dass ein "friedliches Miteinander" der Menschen das höchste Gut auf Erden sei.
Diese Haltung brachte der Mutter als Vertreterin der gesamten Familie hohen Respekt und höchste Ehrungen ein, das Bundesverdienstkreuz wurde ihr verliehen, sie wählte den Bundespräsidenten mit - doch diese Haltung kostete Kraft.
Deine Reaktion ist eine Ansammlung von Beleidigungen und dummdreisten Unterstellungen:
- Sag mal, wirst du eigentlich dafür bezahlt, diesen geistigen Dünnschiss der linken Gesinnungsfaschisten hier zu verbreiten?
- bekomme ich den Eindruck, du bist ein verhärmter, kranker alter, rechthaberischer, spitzfindiger Mann, der nach der Wende in den Westen gezogen ist und vom Leben hier bitter enttäuscht wurde, weil es eben doch etwas anders war, als man sich das so allgemein vorgestellt hat. Hatte Erich Honecker wohl doch recht: "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf."
- Anders kann ich mir deinen zynischen Hass auf dieses Land nicht erklären
- So wie früher in der Deitschen Demogradschen Rebublig.
- Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, bist du nur ein linker Sesselfurzer, der den Arsch nicht hochkriegt, aber moralische Vorträge und sich selbst für einen Übermenschen hält und an Realitätsverweigerung leidet.

Glaubst Du wirklich, Du könntest irgendjemand damit imponieren, wenn Du Deinen Unflat hier verbreitest?
Dein Eindruck, ich sei ein verhärmter. kranker alter, rechthaberischer, spitzfindiger Mann, spricht für Deine ausgezeichnete Menschenkenntnis.
Komisch: Kokochanel unterstellt mir, ich liebe mein Land (womit sie nicht ganz falsch liegt), Du sprichst von einem, der nach der Wende in den Westen gezogen ist und vom Leben bitter enttäuscht wurde und einen zynischen Hass auf dieses Land erfüllt ist. Lass Dir sagen: Du hast eine blühende Fantasie
und was die ehemalige DDR angeht - ein jeder sollte nur davon reden, wovon er wenigstens ein bisschen Ahnung hat.
Den Rest erspare ich mir. Dein Geifern beeindruckt mich nicht.
Letzte Bemerkung: Natürlich darfst Du Deine Meinung sagen. Ich habe nur meiner Verwunderung Ausdruck verliehen, dass Du ohne einen einzigen eigenen Beitrag hier große Töne spuckst. Dafür scheint es nicht zu reichen.
Felix (der Glückliche, kaum Verhärmte)

PS.
Wenn Falderwald Deinen Ausfällen keinen Riegel vorschiebt - mein Interesse an einem weiteren Dialog mit Dir ist hiermit beendet.

Leuchtfeuer 12.03.2018 18:58

Hallo thommi,
gib es auf. In diesem Spiel kannst du nur verlieren: Nämlich deine Beherrschung. Dann hätte er gewonnen und behielte die Oberhand.
überlasse es dem unbeteikligten Leser, sich ein Bild zu machen. Jemand, der das aufmerksam verfolgt, so wie ich, wird feststellen, er setzt auf jeden Topf einen Deckel, ob der nun passt oder nicht.
Dbei bedient er sich, wie Kokochanel es schon schrieb, einer gewieften Taktik. Er nimmt deine Aussage oder dein Argument auf, nennt es sogar beim Namen, um den Schein zu erwecken, er gehe jetzt tatsächlich darauf ein, bringt dieses aber in einen völlig anderen Zusammenhang, um damit dann beweisen zu können, dass er Recht hätte.
Diese Art der Diskussion setzt eine gewisse Kaltschnäuzigkeit voraus, funktioniert aber bestens, um die eigene Ideologie in einem guten Licht darzustellen.
Beispiel: Du erwähnst das Salafismusproblem der Stadt Solingen von heute. er hält dir den Brandanschlag von 1993 in Solingen entgegen. Beide Dinge sind aber überhaupt nicht miteinander zu vergleichen. Das ist nur eine raffinierte Täuschung, die vom eigentlichen Argument ablenken soll, um das letzte Wort zu behalten.

Er benutzt sogar Frau Genç, eines der Opfer, die sich wirklich durch ihre Menschlichkeit ausgezeichnet hat, für seine Zwecke, um etwas zu beweisen, was du gar nicht bewiesen haben wolltest. Dass Frau Genç sich tatsächlich um den Friedsen verdient gemacht hat, hast du doch gar nicht in Zweifel gestellt, dir ging es doch um den Salafismus.
So funktioniert sein Spiel aber, und das von Anfang an.

Meinem Thema, dass die heutige Flüchtlingsproblematik zum Inhalt hat, begegnete er mit einem verwirrenden Zahlenspiel und der Flüchtlingssituation nach dem Krieg, die ebenfalls ganz anders betrachtet werden muss, weil es eine andere Zeit und andere Umstände waren.

Spätestens jetzt muss jedem aufmerksamen Leser klar werden, dass mein Eingangsthema die traurige Entwicklung in diesem Lande widerspiegelt, denn es ging ja nicht alleine um die Flüchtlingspolitik, sondern auch um den Umgang mit ihren Kritikern.

Das hier ist das beste Beispiel dafür, wie heutzutage von rhetorisch geschulten Leuten manipuliert wird, indem sie etwas völlig anderes suggerieren, um abweichende Meinungen in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Was dabei allerdings wirklich bezweckt werden soll, bleibt völlig unklar, denn in keinem der hier geschriebenen Beiträge kann ich Rassismus oder ähnliches erkennen und kein Mensch weiß, was der Kerl eigentlich will.

Er hat keine schlüssigen eigenen Arguimente, nicht eines, und wenn du sein verhalten dann durchaus treffend analysierst, macht er einen auf beleidigt, obwohl er derjenige und wohlgemerkt der einzige hier ist, der anderen unmoralische Motive unterstellt.

Wenn ich mir Xenias Beiträge anschaue, so setzt sich sein Schema nahtlos fort. So hat sie ihm eine Menge Fragen gestellt und damit auf den Zahn geühlt.
Auch hier reagiert er sehr geschickt, zeigt zunächst Verständnis für ihre Ängste und Sorgen, beantwortet aber nur die ihm bequemen Fragen, denn die wichtigsten lässt er ohne Antwort im Raum verhungern. Z.B. die Frage, wie viele Flüchtlinge seiner Meinung nach ein Land wie Deutschland auf Dauer aufnehmen und verkraften könne. Das weiß er nämlich selbst nicht. Er kann darauf auch gar nicht eingehen, da seine Argumentation, dass sich 80 Mio vor 5 Mio nicht fürchten müssen, dann in sich zusammen fällt, weil es ja nicht, wenn sich das so weiter entwickelt, auch mit dem Familiennachzug, bei den 5 Mio bleiben wird.

Wenn ich aber schreibe, dass man sich nur ohne Pass an die deutsche Grenze stellen und "Asyl" schreien muss, um hier rein zu kommen, was ja nichts anderes heißt, als dass es vielen viel zu leicht gemacht wurde, um in dieses Verfahren hineinzukommen, dann wird mir dies als "menschenverachtend" von ihm ausgelegt. Obwohl er und natürlich alle anderen auch genau wissen, dass dies die gängige Realität ist.
Denn das ist inzwischen auch vielen Politikern und anderen Menschen des öffentlichen Lebens bewusst geworden (Wolfgang Bosbach , gemäßigter CDU-Politiker, Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft, Hans-Jürgen Papier, Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts usw., nur um einige zu nennen, ja, und auch Frau Merkel hat betont, dass sich so etwas wie 2015 nicht wiederhoilen darf. Immerhin!).

Also, thommi, lass dir von dem kein schlechtes Gewissen einreden, denn wenn du wirklich so aktiv bist, wie du das behauptest, dann finde ich das sogar sehr vorbildlich, denn du tust mehr, als die meisten anderen Menschen hier und gehörst zu jenen, die sich tasächlich für eine gelungene Integration einsetzen. Da kann ich dir nur meine Hochachtung aussprechen. Nur so geht es. Dass es für viele andere Menschen zu viel verlangt ist, kann man sicherlich auch verstehen, weil eben alle Lebensumstände individuell verschieden sind.
Was dir und deiner Familie im Zuge dessen widerfahren ist, bzw. angedroht wurde, tut mir aufrichtig leid und ist aufs Schärfste zu verurteilen.
Ich kann dir nur wünschen, dass alles gut geht und du dich nicht unterkriegen lässt, von diesen Verbrechern, die unter das Schutzmäntelchen dieses Staates kriechen, nur um dann selbst Angst und Schrecken zu verbreiten.
Leider ist das in vielen Städtewn unseres Landes schon Gang und Gäbe.
Ich kann deine Wut und Enttäuschung verstehen und sogar ehrlich nachvollziehen, weil auch meine Kinder, die schon etwas älter sind, unter dem importierten Antisemitismus arg zu leiden haben.

Aber auch die Deutsche Regierung wird über kurz oder lang gezwungen sein, nicht mehr länger die Augen davor zu verschließen.

Sogar das tolerante Schweden ist dabei, seine bislang recht großzügige Asylpolitik auf den Prüfstand zu stellen. Das hängt mit wachsenden Widerständen in der Bevölkerung gegen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge zusammen. Zudem hält Schweden an der Dublin Verordnung fest.

Auch Kopenhagen hat einen Asylstop beschlossen, nachdem die Sozialdemokraten im vergangenen Jahr das Asylrecht verschärft haben.

Norwqegen plant für das Jahr 2018 ebenfalls gravierende Änderungen in Sachen Flüchtlingspolitik.

Selbst die finnische Regierung ist wegen Unstimmigkeiten in der Flüchtlingspolitik letztes Jahr zerbrochen.

Frankreich: Innenminister Gérard Collomb legte jüngst einen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Asylgesetzes vor.

Die Niederlande haben zusammen mit der Schweiz eines der strengsten Asylsysteme im Schengenraum.

usw. usf. Und die sind wahrscheinlich alle rassistisch und moralisch vberkommen, wenn man Felix' Argumentation folgt und fortführt.

Allerdings geht er nicht redlich dabei vor. Ich habe das schon einmal als rabulistisch verurteilt und tue das wieder, denn das konnte ich gerade beweisen.

Ich werde mich auf keinen Fall auf eine weitere Diskussion mit ihm einlassen, denn sonst müsste ich mich auf daS gleiche unlautere Niveau herablassen, was er hier vorgibt.

Allerdings werde ich ihm in diesem Faden auch nicht das letzte Wort überlassen, denn es ist mein Faden. Und dass jetzt hierauf noch etwas folgt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

ich hoffe nur, dass dem unvoreingenommen Leser jetzt klar geworden ist, wie einige Zeitgenossen vorgehen, um Meinungen zu beeinflussen und Stimmung gegen jene machen, die durchaus berechtigte Kritik an der derzeitigen Situation üben.

Grüßle Leuchtfeuer

Stefan 12.03.2018 21:11

@Leuchtfeuer

Nach meiner Erfahrung haben die meisten Menschen bei politischen Themen wenig Durchblick. Sie kennen zwar Politiker und Parteien, haben auch Präferenzen, aber die Zusammenhänge zwischen Vorgängen, insbesondere auf zwischenstaatlicher Ebene, sind den meisten Leuten fremd. Ebenso bleiben dem Durchschnitt die vielen versteckten Akteure, insbesondere NGOs sowie deren Financiers, verborgen. Man benötigt viel Zeit, um sich politisches Hintergrundwissen anzueignen. Die Massenmedien sind für die Vermittlung dieses Wissens regelmäßig ungeeignet, man muss schon tiefer in die "Matrix" eintauchen und sich eigene Quellen suchen. Es ist stets von 'hidden intentions' auszugehen.

Sehr häufig hat man es in Diskussionen daher mit Pöblern zu tun, mit unqualifiziertem Pack. Damit meine ich nicht Leute, die anderer Ansicht sind als ich. Ich bin der Letzte, der irgendjemandem seine Lebenseinstellung zum Vorwurf macht. Nein, ich meine Leute, die sich nicht artikulieren können bzw auf meine Argumente oder Argumente allgemein nicht eingehen. Der Dialog lebt per Definition vom Austausch der Argumente.

Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viele politische Diskussionen geführt und versucht zu führen. In den allerwenigsten Fällen waren diese fruchtbringend, weil ich letztlich nur virtuell niedergebrüllt wurde bzw. die Moderation des betroffenen Forums unliebsame Wahrheiten gern zensiert hat (ich sage nicht, welches große deutschsprachige Forum gemeint ist, das ist auch irrelevant). Seither halte ich mich von solchen Diskussionen und solchen Leuten fern.

Eins aber ist fakt, das habe ich gelernt: wenn jemand mit rhetorischen Tricks operiert, dann ist das im Regelfall nicht August Dösig aus dem Nachbardorf, sondern eine speziell geschulte und mglw. bezahlte Person. Ich habe solche Leute kennen gelernt. Ich weiß um deren Gefahrenpotential. Daher kann ich euch nur raten, vorsichtig zu sein. Es gibt viele "Agenten des Systems", deren Zweck darin besteht, das System zu erhalten. Das tun sie auch, mit allen Mitteln. Manchmal sind es Sockenpuppen, manchmal Überzeugungstäter. Vorsicht ist allemal das Gebot der Stunde. Verschwendet nicht eure Energie in Nerven aufreibenden Disputs. Diskutiert lieber mit gleich Gesinnten.

Schöne Grüße
Stefan.

Felix 12.03.2018 22:07

Flüchtlingspolitik
 
Hallo Leuchtfeuer,
ich versuche mal, ganz sachlich zu bleiben. (Was passiert eigentlich, wenn thommi die Beherrschung verliert? Implodiert er dann?)
thommi hat mich aufgefordert ("Mein Tipp für dich: Geh mal in Solingen durch die Straßen..."). Er konnte ja nicht wissen, dass ich jahrelang in Solingen gelebt und gearbeitet habe. Vielleicht ist es ihm entfallen, dass er gerade nach genau 25 Jahren einen Teil meiner Erinnerungen an Solingen wach gerufen hat. Was das mit Salafisten zu tun hat? Die Anfänge (nicht nur in Solingen, auch in Rostock oder Hoyerswerda - nur zur Erinnerung: "Kippen klauen. So fängt es an. Sieben Jugendliche ziehen in Hoyerswerda zum Lausitzer Platz, "überwiegend Glatzköpfige", sagt später ein Polizist als Zeuge über den 17. September 1991. Bier, Schnaps, Skinhead-Melodien, die Stimmung steigt, dann sind die Zigaretten aus. Also los, die Vietnamesen bestehlen, die damit in Holzbuden auf dem Marktplatz handeln. Gegenwehr, beide Seiten bewaffnen sich, Zaunlatten gegen Tischbeine. Die Vietnamesen hauen ab, die Skins hinterher. Bis vors Heim. "Kommt raus!", rufen sie, "Deutschland den Deutschen! Kanakenviehzeug!" - und anderswo rotteten sich Neonazis zusammen, brandschatzten, verletzten und ermordeten Menschen und dann wundern wir uns, dass Salafisten Zulauf bekommen.
In Solingen - wo ich ja mal durch die Straßen gehen soll - wurden Menschen ermordet. Wenn ich Frau Genç lobend erwähne, dann missbrauche ich sie nicht, sondern erlaube mir das, weil eines ihrer Familienmitglieder (Hatice) eine meiner Schülerinnen war (in einer Weiterbildungsmaßnahme mit 40 Schülern und Schülerinnen - Deutsche, TürkenInnen und ItalienerInnen -, die ohne sonderliche Probleme miteinander arbeiteten und lernten, ihren Schulabschluss (bis auf eine Teilnehmerin) schafften und einen festen Arbeitsplatz, einige auch eine Lehrstelle bekamen.
Am Solinger Beispiel lässt sich gut ablesen, wie die Dinge sich entwickelt haben: Zuerst war ein relativ gutes Zusammenleben möglich, dann kamen die hasserfüllten Aktionen (z.B. das Abfackeln des Hauses mit den fünf Toten und einem guten Dutzend Verletzter) durch rechtsradikale deutsche Jugendliche. Von Salafisten war Anfang der neunziger Jahre noch keine Rede.
Mich wundert es nicht, dass junge Menschen (unter ihnen auch Deutsche) auf die Parolen der Salafisten rein fallen. Es wundert mich auch nicht, dass es unter uns Leute gibt die auf die rechtsradikalen Losungen von Alt- und Neonazis (oder auf linksradikale von unverbesserlichen Kommunisten) abfahren.
Beide Gruppierungen bieten keine Lösungen an, sondern verschärfen den Konflikt, wobei zur Zeit die Opferzahlen hauptsächlich durch die Gewalt von rechts überwiegen.
Du hast die Flüchtlingsproblematik zum Thema gemacht. Glaubst Du, ich wäre so bescheuert, dass ich die Probleme nicht wahrnehme?
Bevor Du fragst: Nein - ich habe auch keine Lösung parat. Ich sehe nur, dass die große Mehrheit aller Flüchtlinge, Asylsuchenden und wie auch immer sie genannt werden, ihr Land verlassen, weil sie um Leib und Leben fürchten müssen. Dass es unter den vielen auch welche gibt, die gegen unsere Gesetze verstoßen, muss mir niemand erzählen. Dass da auch die Politik versagt hat, ist eine Binsenwahrheit. Panikmache und Verächtlichmacherei der Nachdenklichen ist jedenfalls keine Lösung. Der Aufruf von Stefan: "Diskutiert lieber mit gleich Gesinnten" - wie diskutiert man denn mit Gleichgesinnten?
Da Du das letzte Wort in Deinem Faden haben willst, das sei Dir unbenommen.
Dieser Beitrag von mir war jedenfalls der letzte von mir und ich verabschiede mich mit einem Zitat von B. Brecht:

"Ihr aber lernet, wie man sieht statt stiert
und handelt; statt zu reden noch und noch.
So was hätt' einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
daß keiner uns zu froh da triumphiert -
der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch."

Felix

Stefan 13.03.2018 07:31

@Leuchtfeuer:

Zitat:

Zitat von Felix (Beitrag 110805)
Dass da auch die Politik versagt hat, ist eine Binsenwahrheit.

Die typische Antwort eines Bluepillers. Also von jemandem, der die Zusammenhänge in keinster Weise durchblickt und lieber weiterschläft. Er glaubt, die Politik habe "versagt". Nein, die Politik hat nicht versagt. Sie tut genau das, was sie soll. Auf der richtigen Spur ist man erst, wenn man hinter dem angeblichen "Versagen" planvolles Handeln erkennt.

Trotzdem immer wieder lustig, solche Figuren in Aktion zu sehen. :D

Kokochanel 13.03.2018 09:29

@Leuchtfeuer
"Spätestens jetzt muss jedem aufmerksamen Leser klar werden, dass mein Eingangsthema die traurige Entwicklung in diesem Lande widerspiegelt, denn es ging ja nicht alleine um die Flüchtlingspolitik, sondern auch um den Umgang mit ihren Kritikern.".
Dies ist genau der Punkt, Leuchtfeuer.
@Stefan
Du unterstellst der Regierung, dass sie das "bewusst macht". das würde ja implizieren, dass sie bewusst das Land in eine Katastrophe führt und in den kulturellen Niedergang. Warum sollte sie das tun?
Spielst du auf die abstrusen Verschwörungsthaeorien an, die man auf amerikanischen Netzwerken sieht( Stasi ect.)?
Das halte ich für wenig wahrscheinlich.
Ich denke eher, dass Merkel sich zur "Mutter der Welt" machen wollte und damit in die Geschichte eingehen. Resultierend aus persönlichem Ehrgeiz, Selbstdarstellungwillen und Machtgetue.
Ich nehme ihr ab, dass sie das, was sie ohne Absprachen mit anderen EU-Mitgliedern entschieden hat, nämlich die 40.000 aus Ungarn spontan in dieses Land zu lassem, aus Humanität tat und ich finde diese Enscheidung auch richtig.
Was sie jedoch danach tat, per Selfie in die Welt zu senden, dass Muddi Merkel schon für ihn sorgt und die Asylanten passlos und ohne Unterscheidung nach Asylant, Genfer Migrant oder Wortschaftsflüchtling zu trennen, einreisen ließ, das ist ein schwerer Fehler gewesen.
Jetzt rudert sie zurück und versucht, zu retten, was zu retten ist. Aber, ich wiederhole mich: Der Zug fährt schon...
LG von Koko

Stefan 13.03.2018 21:32

@Kokochanel, Leuchtfeuer, thommi, waterwoman

Zitat:

Zitat von Kokochanel
Spielst du auf die abstrusen Verschwörungsthaeorien an, die man auf amerikanischen Netzwerken sieht( Stasi ect.)?

Der Begriff "Verschwörungstheorie" wurde in den 50er Jahren von der CIA, dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst erfunden, um Erklärungsmodelle, welche nicht der Regierungslinie entsprechen, zu diskreditieren. Mit einem "Verschwörungstheoretiker" soll niemand reden wollen, er ist stigmatisiert. Wenn du also jemandem die Glaubwürdigkeit nehmen willst, bezeichne ihn einfach als VT-ler, schon wird er nicht mehr ernst genommen.

Diese Taktik wird sehr gern von Linkspopulisten und anderen Systemzäpfchen angewandt, weswegen ich für gewöhnlich die Diskussion an dieser Stelle abbreche. Da ich aber glaube, dass es hier noch mehr Interessenten gibt, will ich gern ausführlich werden.

Zitat:

Zitat von Kokochanel (Beitrag 110812)
@Stefan
Du unterstellst der Regierung, dass sie das "bewusst macht". das würde ja implizieren, dass sie bewusst das Land in eine Katastrophe führt und in den kulturellen Niedergang. Warum sollte sie das tun?

Warum denn nicht? Denk doch mal die vergangenen 100 Jahre zurück. An die vielen Regierungen, die auf deutschem Boden existierten. Deren Taten zum Teil Millionen Tote zur Folge hatten. Hältst du Regierende grundsätzlich für moralisch einwandfrei? Allein die Regierung Schröder, deren Harz IV-Foltergesetze tausende Familien ins Elend stürzten? Ein Jahr lang arbeitslos und dein Eigenheim ist Insolvenzmasse.

Zitat:

Das halte ich für wenig wahrscheinlich.
Das kapitalistische System befindet sich in einer schwierigen Phase, der Endphase. Die Akkumulationskurve ist derart steil, dass es kaum noch Zinsen gibt. Deswegen ist Mario Draghis Leitzins so niedrig und man überlegt sogar, Negativzins einzuführen. Das hat nichts mit der Raffgier einzelner Akteure zu tun, sondern ist systembedingt. Kredite gibt es für lau. Das wiederum hat nichts mit Großzügigkeit zu tun, sondern es geht nicht anders. Würde man die Zinsen erhöhen, müssten diese *in der Realwirtschaft* erarbeitet werden. Aufgrund der riesigen Kapitalmasse an den Märkten würden Zinserhöhungen im Promillebereich die Realwirtschaft Milliarden kosten.

Ob es in Deutschland Fachkräftemangel gibt, sei mal dahingestellt (später vielleicht mehr dazu). Entscheidend ist hier, dass die Presse diesen angeblichen Mangel fortwährend publiziert. Nehmen wir also mal an, die Presse hätte recht und es fehlten tatsächlich Fachkräfte. Warum gibt es dann keine Politik, welche dafür sorgt, dass hier Fachkräfte herkommen, ähnlich wie in Kanada oder Neuseeland? Warum holt man statt dessen ungebildete und zum Teil unbeschulbare Menschen ins Land, welche wahrscheinlich niemals am Wertschöpfungsprozess teilnehmen werden? Warum erhalten sogenannte Asylsuchende Bargeld anstelle von Essensgutscheinen?

Diese Fragen lassen sich am besten aus Systemsicht beantworten: man benötigt die Einwandernden nicht, um zu produzieren, sondern um zu konsumieren. Um den unvermeidlichen Zusammenbruch des kapitalistischen Systems noch etwas zu verzögern, in die Zukunft zu verlagern. Da ist viel Geld im System, was zirkulieren muss, denn dann und nur dann wird Umsatz generiert, die Wertschöpfungskette angestoßen (z.B. in Form von Transportdienstleistungen) und der Nationalstaat als Erfüllungsgehilfe des Kapitals erhält sogar einen Teil als Steuern zurück.

Schauen wir mal weiter: in vielen Schulen beträgt der Anteil an migrationshintergründigen Kindern 80% oder mehr. In 20 Jahren beträgt der Bevölkerungsanteil an Migrationshintergründlern dann wieviel Prozent? Richtig, 80%. Das sind Menschen, die zum Teil ein größeres Interesse an ihrer religiösen Weltauffassung als an bundesdeutschen Gesetzen haben. Erst gestern gab es einen schönen Artikel dazu bei WeLT.

In Schweden hat jetzt ein Gericht ein Urteil nach der Scharia gesprochen. Die misshandelte Frau war nach Auffassung des Gerichts selbst Schuld. Möglich machten dieses Urteil zwei muslimische Schöffen, welche mit demokratischen Mitteln die hauptamtliche nichtmuslimische Richterin überstimmen konnten (inzwischen wurde das Urteil aufgehoben). Was meinst du wohl, wie lange geht das hier noch gut?

Um deine Frage final zu beantworten: Dem Kapital ist der Zustand eines Landes völlig egal. Wenn es dabei runtergewirtschaftet wird, Parallelgesellschaften entstehen, so ist das aus Systemsicht irrelevant. Selbst wenn jeden Tag einer abgestochen wird, spielt das aus Systemsicht keine Rolle, denn wir bekommen monatlich ca 15.000 neue Menschen geschenkt.

Warum, Kokochanel, lässt man sowas zu? Versteh mal: wir haben es in der Regierung nicht mit Psychiatriepatienten zu tun, welche ihre Entscheidungen grundlos treffen. Ich hoffe, du hast jetzt verstanden, warum man sowas duldet oder sogar forciert.

Zitat:

Was sie jedoch danach tat, per Selfie in die Welt zu senden, dass Muddi Merkel schon für ihn sorgt und die Asylanten passlos und ohne Unterscheidung nach Asylant, Genfer Migrant oder Wortschaftsflüchtling zu trennen, einreisen ließ, das ist ein schwerer Fehler gewesen.
Wie kommst du darauf, dass dass ein Fehler war? Der Selfie hatte zur Folge, dass weitere Hunderttausende sich auf den Weg machen, um in Deutschland Kapital umzuwälzen. Aus Systemsicht war das kein Fehler.

Gruß S.

Thomas 14.03.2018 08:39

Lieder Stefan,

egal wer den Begriff erfunden hat und warum er das tat, Verschwörungstheoretiker gibt es.

Charakteristisch für sie ist eine Denkweise, die alle Erscheinungen aus einer einzigen Wirkung erklären, sei es ein Gott, das jüdische Finanzkapital, die Bilderbergruppe oder die spätkapitalistische Systemkrise. Ich kenne diese Denke sehr genau aus der Zeit, als ich noch Napoleon war, doch ich wurde geheilt. Dein Kommentar #60 zeigt, dass dir das noch bevorsteht, hoffentlich. ;)

Liebe Grüße
Thomas

Leuchtfeuer 14.03.2018 19:00

Hallo Stefan,
das ist fürwahr ein interessanter Gedanke. Ähnliches ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, denn ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass Merkelmutti aus reiner Nächstenliebe gehandelt hat. Dafür ist sie mir zu abgebrüht
Das Problem bei solchen Theorien sehe ich allerdings in ihrer Nachweisbarkeit. Man kann bestimmte Fakten in Zusammenhang bringen und daraus eine Theorie entwickeln, die auch logisch erscheint. Aber es bleibtsolange eine Theorie, bis der Nachweis eindeutig geführt werden kann.
Ich stimme dir vollkommen zu, dass gerade so etwas wie eine Flüchtlingsindustrie entsteht. Dazu kommt, dass viele Deutsche das Land in den letzten Jahren verlassen haben. In 2016 waren es über 280.000 Leute, die sich abgesetzt haben. In den Jahren zuvor haben etwa 140.000 p.a. dem Land den Rücken gekehrt. Das muss natürlich kompensiert werden und es wird ja auch ständig darüber berichtet, dass wir bald ein "Rentenproblem" bekommen werden.
Ich denke also, die Regeirung sieht den Zuzug nicht ungern, denn sie verkauft ihn ja als alternativls und zukunftsorientiert.
sie lässt uns eben nur mit den Problemen alleine und suggeriert uns, dass diese Menschen integriert werden müssen. Aber wer soll das machen? Das kann nur die Basis, und das ist das Volk.
Und vorausgesetzt, das Volk würde dies auch richtig umsetzen wollen, was zu bezweifen ist, weil es genug eigene Probleme hat, dann setzt dies auch die Bereitschaft der zu integrierenden Menschen voraus, was ich bei vielen Eingewanderten ebenfalls bezweifele, weil sie glauben, sie müssten ihre Werte- und Weltvortsellungen nicht ändern. Das beinhaltet unwägbare Gefahren, die wir uns heute noch gar nicht vrostellen können.
Laut einem UN-Bericht sind lediglich 3 von 100 Flüchtlingen tatsächlich Kriegsflüchtlinge. D.h., weit über 90 % sind sogenannte Armustzuwanderer, die direkt in unsere Sozialsysteme einwandern und somit Harz IV in Anspruch nehmen müssen.
Und das ist der Knackpunkt, denn ich weiß nicht, welche Vorteile sich unsere Regierung davon versprechen sollte.
für viel wahrscheinlicher halte ich, dass Deutschland, vor allem wegen seiner writschaftlichen Stärke, von außen destabilisiert werden soll.

Ich denke allerdings, dass dies jetzt das Thema hier sprengen würde, weil wir doch auch spekulieren müssten und ich in diesem Faden lieber Fakten sprechen lassen würde.

Was hälts du also davon, wenn wir das in einem neuen Faden einmal gründlich diskutieren würden?

Grüßle Leuchtfeuer

Stefan 15.03.2018 21:00

Hallo Leuchtfeuer,

Zitat:

Zitat von Leuchtfeuer (Beitrag 110926)
ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass Merkelmutti aus reiner Nächstenliebe gehandelt hat.

Ein realistischer Blick auf die Dinge, nicht sozialutopistisch-romantisch verklärt. ;)

Zitat:

Das Problem bei solchen Theorien sehe ich allerdings in ihrer Nachweisbarkeit.
Ich habe keine Theorie bzw. These aufgestellt, sondern beobachtbare Fakten interpretiert (das ist nicht das Gleiche); unter der Prämisse, dass wir es nicht mit Geistesgestörten zu tun haben. Natürlich ist die "Nachweisbarkeit" schwierig, denn wir haben es mit sehr vielen Akteuren zu tun. Mir sind noch sehr sehr viel mehr Fakten bekannt, die sich aus der Qualitätspresse bzw. Systempresse belegen lassen, also als gesichert gelten.

Freilich passen die nicht in einen einzelnen Beitrag und ich möchte meine investierte Zeit gering halten. Die Fakten ergeben ein Bild; dieses Bild habe ich euch vorgestellt.

Unter keinen Umständen kann sich ein Bild ergeben, welches zeigt, dass Ingenieure und Altenpfleger eingewandert sind. Auch zeigt sich in der Flüchtlingskrise, dass, basierend auf den Gesetzen des Marktes, Deutschland keinen Fachkräftemangel haben *kann*. Das Bild, welches sich zeichnet, zeigt, dass die Hereingeholten Kapital umschichten sollen. Und dass man nach alter römischer Art "Teile und Herrsche" praktiziert. Und auch, dass man historisch gewachsene kulturelle Strukturen plattschlagen will. Dass man das Abendland zugunsten einer Beliebigkeit opfert, in dem die Biodeutschen mit ihrer preußisch-protestantischen Arbeitsmoral keinen Wettbewerbsvorteil mehr haben.

Zitat:

Ich stimme dir vollkommen zu, dass gerade so etwas wie eine Flüchtlingsindustrie entsteht.
Es gibt z.B. Unternehmen, die Flüchtlingsheime mit Telekommunikationstechnologie ausstatten, drahtlosem Internet, damit die sg. Flüchtlinge mit ihren Familien in Kontakt bleiben. Jedes Mal, wenn Flüchtlinge im Suff die Access Points von den Wänden treten, klingelt dort die Kasse. Welcher Geschäftsführer würde sich da nicht noch mehr Flüchtlingsheime wünschen?

Zitat:

für viel wahrscheinlicher halte ich, dass Deutschland, vor allem wegen seiner writschaftlichen Stärke, von außen destabilisiert werden soll.
Ein interessanter Punkt, den man nicht sehr oft liest. Allerdings erfordert eine Erörterung einen Ausflug in die Geschichte, in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Ich weiß nicht, ob wir uns das antun wollen, noch dazu öffentlich.

Zitat:

Was hälts du also davon, wenn wir das in einem neuen Faden einmal gründlich diskutieren würden?
Warum nicht in diesem Faden?

Gruß S.


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