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Alt 19.12.2012, 22:22   #23
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Registriert seit: 18.02.2009
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Hi, Chavi!

Was ficht dich an??? Das sind psychologisch fundierte Deutungen alten Liedgutes, behandelt in so manchen Doktorarbeiten!
Und in diesem Fall liegen die Deutungen richtig - oder hast du ernsthaft geglaubt, der Text beschreibt eine Art spastisch gelähmtes Wichtelmännchen im roten Überzieher, das meist still und stumm im Wald steht und irgendwas in seinem Sack sammelt, ohne sich zu bewegen?
Halllloooohooo - bitte Denkkiste aktivieren!


Hi, Faldi!

Einen derartigen "Overkill" an Märchendeutung hatte ich jetzt auch nicht im Sinn - außerdem führst du zumeist Geschichten jüngeren Entstehungsdatums an, und die sind meist schon "anspielungsbereinigt".

Früher nahm man es da weniger genau, und Stories mussten sogar diesbezüglich "deftig" sein, damit sie auch ältere Zuhörer fesselten, ohne allerdings dabei die Kleinen mit Fragezeichen zu hinterlassen.

Geschickt verschlüsselte Erotismen und unbewusste Griffe in die Tiefenpsyche sind ein immanentes Merkmal der ALTEN Märchen: Rotkäppchen und der Wolf, um nur eins zu nennen! Eine Gruselmär für die Kleinen, eine Warnung an die älteren Mädchen, auf männliche "Wölfe" zu achten!


LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
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Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
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