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Alt 21.10.2017, 14:36   #1
Kokochanel
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 28.07.2016
Ort: NRW
Beiträge: 1.130
Standard Thema Oktober II: Nie fragte sie

Nie fragte sie

Nie fragte sie den Wind nach einem Namen,
nie fragte sie den Freund, der ihr so lieb.
Von allen jenen, die einst zu ihr kamen,
war’s nicht ein Name, der ihr doch verblieb.

Es war der Ton von Worten, die versingen,
der sanfte Klang von Stimmen, die verwehen.
Es war der Duft von Leibern, die sich schwingen
und aufstehn, nur um schweigend fort zu gehen.

Sie fragte nie den Wind, der alle kannte,
der ihr so so gleich war - immer weiter musste,
die Stille, die im Rausch der Böen brannte.
Ob wohl noch einer ihren Namen wusste?
Kokochanel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2017, 09:06   #2
Thomas
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von Thomas
 
Registriert seit: 24.04.2011
Beiträge: 2.225
Standard

Liebe Koko,

in der zweiten Zeile der letzten Strophe ist wahrscheinlich ein "so" zu viel hineingerutscht und in der Zeile danach verstehe ich den "Rausch der Böen" nicht, sollte es nicht "Rauschen" heißen? In der zweiten Strophe klingt mir das dreifache "von" nicht schön, aber es ist nicht einfach wegzubekommen, ohne die Strophe zu verändern.

Da es ein sehr interessantes Gedicht ist, lohnte es sich, noch ein wenig zu "polieren".

Liebe Grüße
Thomas
__________________
© Ralf Schauerhammer

Alles, was der Dichter uns geben kann, ist seine Individualität. Diese seine Individualität so sehr als möglich zu veredeln, ist sein erstes und wichtigstes Geschäft. Friedrich Schiller
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Alt 23.10.2017, 11:32   #3
Kokochanel
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 28.07.2016
Ort: NRW
Beiträge: 1.130
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Lieber Thomas,

danke für deine Gedanken.
Es geht mir hier um eine Frau, die ohne Vorbehalte ihr Leben ausgelebt hat, viele Männer hatte, sich dem "Rausch der Böen" hingab. Letztlich blieb es doch ein leeres Leben, dessen Beziehungen flüchtig waren.
Das dreifache "von" habe ich bewusst so gesetzt, um das zu betonen, was diese Flüchtigkeit bewirkt.
Da unsere Gesellschaft immer mehr auf Oberflächlichkeit setzt, besonders in Beziehungen, wollte ich an diesem Beispiel zum Nachdenken anregen.
Es geht nicht um meine moralische Abwertung dieses Lebensentwurfes. Nur um das Andeuten der möglichen Konsequenz.
LG und danke mit lG von Koko
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