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Eine Reise durch das Unterbewusstsein Von Black Raziel

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Alt 08.11.2014, 13:56   #1
Black Raziel
El capitán
 
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Standard Eine Reise durch das Unterbewusstsein * work in progress * - VIII. Akt

Eine Reise durch das Unterbewusstsein
- Eine Tragödie in acht Akten -


VIII. Akt - Verantwortung. Ein strahlender Herbstmorgen

Inhaltsangabe:
Hans erkennt seine Verantwortung selbst einen Mittelweg zwischen den Extremen seiner Eltern zu finden.

Hans erkennt beim Nachdenken außerdem, dass Menschen wie Evelyn nicht zu helfen ist, wenn sie sich selbst nicht helfen wollen. Die bisher perfekt geglaubte Traumfrau aus Jugendtagen in ihrer tragischen Opferrolle, ist eigentlich selbst Täter ihres Unglücks, so wie Hans selbst es auch war. Am Ende ist Evelyn ein normaler Mensch wie jeder anderer.

Zum Schluss sehen wir noch einen neuen Hans, der eine tiefenpsychologische Therapie beginnt und sich daran erfreut seine Vergangenheit aufzuarbeiten, auch wenn er mittlerweile ein alter Mann ist.


Die genaue Chronologie der Abfolge der Ereignisse am Ende steht noch nicht fest. Wenn jemand Ideen hat, kann er diesen Akt gerne Ausarbeiten. Ansonsten bearbeiten wir im Projekt den Schluss auch erst am Schluss. Insgesamt ist das Ende eine Zusammenballung von hoffnungsvollen Lichtblicken und Erkenntnissen, die Hans den Schmerz der Vergangenheit vergessen lassen. Theoretisch könnte man aus genau dieser Anmerkung einfach ein Gedicht im Trochäus machen und die Sache wäre fast gegessen von der Seite des Erzählers aus.


Hier ist Hans zum ersten Mal selbst in einer Position auch jemand anderem (oder zumindest gedanklich einem fiktiven Du) Tipps zu geben. Er hat sozusagen das Vertrauen in sich gefunden und sieht das Leben klar und ruhig, wenn auch in einem Anflug von Melancholie:

Zitat:
Zitat von Hans
Heimatlos
- (c) Chavali -

Du fühlst dich heimatlos in deiner Welt,
für einen festen Platz gäbst du sehr viel.
Was setzt du alles noch aufs Spiel
für ein Geborgenheitsgefühl,
das dich in einer festen Mitte hält.

Du denkst an Kindertage, die vorbei
gegangen sind und an vermisstes Glück,
an Tränen manchen Augenblick
und an so manches Missgeschick,
das aufzufangen schwerer wog als Blei.

Verbringst du rastlos grübelnd deine Tage,
vezettelst dich in ständig ruheloser Pein?
Vergräbst du dich in dieser einen Frage,
was dieses Leben soll und dieses Sein?

Vergiss, was einmal war, was dich beschwerte,
vergiss, wer damals schändlich dich verbog.
Vergiss, wer deine Kindheit dir verwehrte
und wer gedankenlos dich falsch erzog.

Am Horizont geht neu die Sonne auf,
ein warmer Wind lässt frei Gedanken kreisen.
So nimmt dein Leben seinen eignen Lauf
und wird der Zeit voraus ins Morgen reisen.
Zitat:
Zitat von Erzähler
Der Anti-Buddha
- (c) Black Raziel -

Du kannst keinen Menschen wirklich lieben.
Jeder hat sich an Dir abgerieben.
Gott hat Dich im Regen stehn gelassen.
Dafür wirst Du ihn auf ewig hassen.

Die Moralapostel können gerne
Wasser schöpfen aus der Trostzisterne.
Aber Hans hilft Trost nur wenig weiter,
wird von klugen Sprüchen auch nicht heiter.

Ach, der Buddha und Konfuzius
bringen unserm Hans auch nur Verdruss.
Denen lauschen, wird nie wirklich lohnen,
weil sie eine heile Welt bewohnen.
Zitat:
Zitat von Hans
Die Hans'sche Sinnfindung
- (c) Black Raziel -

Ich sag', ich scheiße auf Verhaltenstherapie,
da macht Dich einer schlecht. Fick Dich ins Knie!
Ich habe die Kontrolle, wenn ich will
und war mein halbes Leben schon zu still.

Denn jede Emotion hat ihren Grund
und kompensieren macht da nicht gesund!
Ich denke, ich bin gut so, wie ich bin
und das zu glauben, macht am meisten Sinn.

Oh, aber so ein Tiefenpsycho-Ding,
das könnte mir schon eher etwas bring',
weil mich tatsächlich ernsthaft intressiert,
wer ich nun bin, dem brennend friert...

Hier denkt Hans darüber nach, dass er seine eigenen innerlichen Konflikte (der Vergangenheit) in den griechischen Mythen wiedererkennt:

Zitat:
Zitat von Hans
Griechische Mythologie
- (c) Black Raziel -

Die Mythen der antiken Welt.
So viele Rätsel geben sie
dem Menschen, der sich ihnen stellt
mit Mut und etwas Phantasie.

Dem Laien scheinen sie abstrus,
doch für den Psychologen sind
die Mythen ein Willkommensgruß,
der Inneres zur Sprache bringt.

Nur eine Frage klärt sich nie.
Ob all die Griechen dessen sich
bewusst gewesen sind, was sie
da niederschrieben im Genie?
__________________

Das Community-Projekt "Eine Reise durch das Unterbewusstsein"
Eine Tragödie in neun Akten
Auf, auf ihr Bilgenratten, stecht mit dem Kapitän in unbewusste See!

Geändert von Black Raziel (13.12.2014 um 22:44 Uhr)
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