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Alt 05.07.2017, 19:12   #1
ginTon
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Standard 05.07.2017 [16.00 Uhr]

.
05.07.2017 [16.00 Uhr]

den Spuren nach in H i e r o g l y p h e n versandet
auch deine Geschichte unter meterhohen Dünen
und taucht in meeresblaue Tiefen ein Schweif am
Himmel kometenhaft oder im Dunkeln längst ver
gangener Zeitalter wie Magellan den Sternen nach
am Horizont zu kreuzen, so fing der letzte Tag der
Dinosaurier an
.
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Nichts geschieht ohne Grund (Cicero o. Indianische Weisheit)


Flüstere zu den Felsen, in dem versteckten lauscht etwas (Same)
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Alt 06.07.2017, 20:32   #2
mallarme
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Hi ginTon,
Deine "Zeitenläufe" so will ich sie mal bezeichnen erinnern mich ein wenig an die "5-Minute-Notate" von Elke Erb.
Auch die verstehe ich nicht alle und auch nicht alle berühren mich. Ich finde sie aber interessant, so wie ich auch
Deine Skizzen zur "Zeit" interessant finde. Die Diskussion zu s.g. "Moderner Lyrik" ist ja hier in vollem Gange und interessiert mich sehr.
Deine Texte regen sehr zum Nachdenken an und ich hoffe sie werden die Diskussion zum Problem auch weiter beflügeln.
Ich bin gespannt darauf.
Beste Grüße
mallarme
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Alt 07.07.2017, 19:13   #3
ginTon
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Hallo mallarme...

Zitat:
Deine "Zeitenläufe" so will ich sie mal bezeichnen erinnern mich ein wenig an die "5-Minute-Notate" von Elke Erb.
Elke Erb, ja, habe ich einige Gedichte gelesen, online. Diese Gedichte kenne ich aber nicht, oder zumindest nicht als Sammlung, mitunter einzelne davon. Ich werde mal stöbern.

Dies ist ja nun schon die zweite Reihe dieser Art und viel später nach dem ich die erste Reihe schon vollendet hatte sah ich einen Beitrag über die Surrealisten und darunter war auch Appolinaire. Ihm sagte man nach, dass erum neue Schreibmöglichkeiten zu entdecken durch die gegend rannte und Sprachfetzen auffing, um diese dann zu einem Werk zu verknüpfen. Diese Montage ähnelt somit auch dieser Form des Gedichtes.

Zitat:
Auch die verstehe ich nicht alle und auch nicht alle berühren mich. Ich finde sie aber interessant, so wie ich auch
Deine Skizzen zur "Zeit" interessant finde. Die Diskussion zu s.g. "Moderner Lyrik" ist ja hier in vollem Gange und interessiert mich sehr.
Echt, habe ich noch gar nicht mitbekommen. Ich konzentriere mich aber auch
eher auf das Schreiben und beteilige mich nicht an solchen Diskussionen. Ich beherrsche sowohl die formale Lyriksprache als auch die freie Lyrik und kann die Diskussion darüber gar nicht verstehen. Für mich ist das kunstschaffende wichtiger und das Kunstwerk an sich steht für mich im Mittelpunkt.
Zitat:
Deine Texte regen sehr zum Nachdenken an und ich hoffe sie werden die Diskussion zum Problem auch weiter beflügeln.
Ich bin gespannt darauf.
Dies soll dir keiner aussprechen. Dein Interesse dafür finde ich gut.

hab Dank...liebe Grüße gin



PS: zu Elke Erb's "5-Minute-Notate" ich habe es nachgeschlagen und einen Blog über das Werk
gefunden. Ja, dies ist im Grunde eine ähnliche Herangehensweise. Das Buch werde ich mir mal beizeiten
bestellen.
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Geändert von ginTon (07.07.2017 um 19:40 Uhr)
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Alt 08.07.2017, 19:29   #4
mallarme
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Lieber ginTon,
schön das Du Interesse an den Dingen von Elke Erb gefunden hast.

Bezüglich des Satzes "Für mich ist das kunstschaffende wichtiger
und das Kunstwerk an sich steht für mich im Mittelpunkt." kann ich nicht
ganz mitgehen. Ich denke ein wenig Reflexion ist schon wichtig,
sonst kann man sich auch leicht verirren, im Dschungel der eigenen Kunst-
werke. Man schreibt ja nicht nur für sich, man will ja auch etwas
mitteilen, und da denke ich, ist es wichtig zu wissen ob es auch
verstanden wird, beim Gegenüber. Oder was meinst Du.

Beste Grüße
mallarme
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Alt 08.07.2017, 20:34   #5
ginTon
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Hallo mallarme...

Zitat:
schön das Du Interesse an den Dingen von Elke Erb gefunden hast.
für mich war der Hinweis sehr interessant...

Zitat:
Bezüglich des Satzes "Für mich ist das kunstschaffende wichtiger
und das Kunstwerk an sich steht für mich im Mittelpunkt." kann ich nicht
ganz mitgehen.
wie gesagt, für mich steht das Kunstwerk aber im Mittelpunkt. ohne Kunstwerk
kann man sich alles weitere sparen. Es gäbe keine Diskussion, Reflexion oder
was auch immer man damit verbinden möchte...

Zitat:
Ich denke ein wenig Reflexion ist schon wichtig,
sonst kann man sich auch leicht verirren, im Dschungel der eigenen Kunst-
werke.
Natürlich ist Reflexion wichtig. Wichtiger ist jedoch die selbstkritische Auseinandersetzung mit dem was man geschaffen hat. Lob und Schönfärberei ließe sich schnell auch ohne irgeneine Form von Qualität schnell unterbringen, wenn man nur genug Buddies dafür hat. Deswegen ist es denke ich wichtig zu unterscheiden, von wem der Text, das Bild oder Kunstwerk reflektiert wird.

Zitat:
Man schreibt ja nicht nur für sich, man will ja auch etwas
mitteilen, und da denke ich, ist es wichtig zu wissen ob es auch
verstanden wird, beim Gegenüber. Oder was meinst Du.
Wenn man ein politisches Gedicht schreibt, dann will man mitunter wirklich
etwas mitteilen oder verändern. In vielen Werken geht es aber auch um
eine bestimmte Form von Weltsicht, Innenleben oder mitunter nur Schöngeist
und da fühlt sich dann der Betrachter davon angesprochen oder nicht. In dem Sinne wird es immer jemanden geben, der sich davon angesprochen fühlt und es mag oder nicht. Manches Werk entzieht sich auch der Interpretation des Betrachters oder Lesers auf den ersten Blick und ist gerade deswegen spannend, weil es aus dem Hintergrund heraus wirkt. Ich persönlich mag kaum Kunst dessen Lösbarkeit sich mir geradezu aufdrängt und liebe das Rätselhafte. Aber das muss jeder auch für sich entscheiden. Und Verstehen, ja, das ist immer von jedem selbst abhängig. Für mich gibt es nichts trivialeres als sein Unverständnis kund zu tun, ohne einen Schritt gemacht zu haben, dieses Unverständnis in irgendeiner Form von Geistesanstrengung zu lösen.

LG gin
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Alt 09.07.2017, 17:41   #6
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Lieber ginTon,

da sind wir ja ganz gut auf einer Wellenlänge:

>>Manches Werk entzieht sich auch der Interpretation des Betrachters oder Lesers auf den ersten Blick und ist gerade deswegen spannend, weil es aus dem Hintergrund heraus wirkt. Ich persönlich mag kaum Kunst dessen Lösbarkeit sich mir geradezu aufdrängt und liebe das Rätselhafte.

Da bin ich mit Dir konform, liebe es aber wenn ich dann im Rahmen der
Reflexion noch einen helfenden Tipp bekomme, wenn es sich so ganz meinem
Verständnis entzieht.

>>Und Verstehen, ja, das ist immer von jedem selbst abhängig. Für mich gibt es nichts trivialeres als sein Unverständnis kund zu tun, ohne einen Schritt gemacht zu haben, dieses Unverständnis in irgendeiner Form von Geistesanstrengung zu lösen.

Und das sehe ich auch so, nur darüber wettern und nix verstehen wollen
ist wenig hilfreich. Es soll, es muss ein großer Dialog sein, den ich aber
durchaus hier im Forum vorfinde und das ist gut so. In anderen Foren
wir häufig sehr unsachlich und beleidigend agiert, das habe ich hier zum
Glück noch nicht erlebt.

Beste Grüße
mallarme
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Alt 09.07.2017, 18:21   #7
ginTon
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Hallo mallarme...

Zitat:
da sind wir ja ganz gut auf einer Wellenlänge:
ok, das freut mich...

Zitat:
Zitat:
Manches Werk entzieht sich auch der Interpretation des Betrachters oder Lesers auf den ersten Blick und ist gerade deswegen spannend, weil es aus dem Hintergrund heraus wirkt. Ich persönlich mag kaum Kunst dessen Lösbarkeit sich mir geradezu aufdrängt und liebe das Rätselhafte.
Da bin ich mit Dir konform, liebe es aber wenn ich dann im Rahmen der
Reflexion noch einen helfenden Tipp bekomme, wenn es sich so ganz meinem
Verständnis entzieht.
Das sollte kein Problem sein, zumindest versuche ich Fragen, sofern ich sie
denn beantworten kann, auch zu beantworten. Ich mag es nur nicht, wenn
sich jemand vorab mit einer Aussage ala "das verstehe ich nicht" aufwartet,
was entweder Unsicherheit oder Desinteresse an dem Werk bedeutet bzw.
einer ernsten Auseinandersetzung mit dem Werk aus dem Wege gehen will. Meiner Meinung nach.

Zitat:
Zitat:
Und Verstehen, ja, das ist immer von jedem selbst abhängig. Für mich gibt es nichts trivialeres als sein Unverständnis kund zu tun, ohne einen Schritt gemacht zu haben, dieses Unverständnis in irgendeiner Form von Geistesanstrengung zu lösen.
Und das sehe ich auch so, nur darüber wettern und nix verstehen wollen
ist wenig hilfreich. Es soll, es muss ein großer Dialog sein, den ich aber
durchaus hier im Forum vorfinde und das ist gut so. In anderen Foren
wir häufig sehr unsachlich und beleidigend agiert, das habe ich hier zum
Glück noch nicht erlebt.
Und ich dachte es wäre hier eine große Diskussion über die "moderne Lyrik"
in Gange.

mit besten Grüßen gin
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