Gedichte-Eiland  

Zurück   Gedichte-Eiland > Verschiedenes > Verlage und Veröffentlichung unserer Mitglieder > Eiland-Künstler > Persönliches Gedichte-Archiv

Persönliches Gedichte-Archiv Alte oder bereits veröffentlichte Texte

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 20.02.2009, 19:34   #1
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard bass & höhen [Lyrik]

Horizonte

Mein Blick geht still den Wellen nach, die sich zum Ufer spül-
en. An einem Ende hängt der Tag, er bricht in tausend Flügel.

Es trägt ein lauer Wind ihn fort, die Möwe hört sein Rausch-
en. Bis er versinkt am Horizont, im Wasser wirkt; Zerlaufen.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)

Geändert von ginTon (11.11.2011 um 17:35 Uhr)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:06   #2
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard


Dein Lachen


Wie du dort standest und ich dachte,
mich dieses starke Fühlen packte,
in deinem blauen Leicht und Etwas:
Ich glaubt es kaum und weinte fast

vor lauter Freude, kaum bewegend,
ich spürte Puls, war wieder lebend.

Ich spürte Atem, dann er stockte,
ich sah dein Lachen und ich hoffte,
von Tag zu Tag, ein Wiedersehen,
es wäre mehr und wunderschön,

ein Wunsch von mir so tief bewegend
erst dann ich wäre wieder lebend.

Streif ich doch hier, die Ruh verwildert
und alles dreht sich, wie verzögert
die Zeit im Kreis, als wollt sie bleiben
auf einem Fleck so dass ich wein

vor Freude, da ich fühlend lebe,
in meinem Traum dein Lachen sehe.

2007. für J.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:10   #3
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard



Herbstnachtphantasien

Ich male Wärme, seichte Wasser
die sich hinauf zum Monde tragen.
Er fängt sie auf der Tausendsassa
und formt sich daraus lichte Perlen,
die er beständig tripf- und tropfend
auf schwarzer Leinwand färbt;

um somit kleinen Bauchklatschplagen
-die mit juchei ins tiefe Wasser
erweckt den Salto vorwärts wagen-
ein Licht zu sein im nächtlich Dunkel,
auf ihrem schwirrend weiter fliegen
durch diese stille Welt.

Ein -Was weiß ich- quakt in der Ferne
erörtert mir sein Feder leben,
denn diese Nacht -[Ich] hab Hanna gerne!-
wird`s mir bewusst, auf einem Schlage
der Turmuhr, deren weites Schallen
zu mir herüber dringt.

Als Kinder wollten wir verwegen,
mit frischem Mut und der Laterne
dem Sternenlicht entgegen streben.
Dort, eine Leuchtspur hoch am Himmel!
Schließe die Augen und wünsche dir was!
Ich wünsche mir dich, du hast es erfasst!


2007 für J.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:11   #4
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard



Unterm Apfelbaum

Verweilend unterm Apfelbaum
wollt' ich dem Winde lauschen.
Mir schien er sang mit deiner Stimme:

Es war das Blätterrauschen!

Ich schwelgte weiter - Sonnengrün -
und trieb ganz still, versunken.
Doch fallend sah ich deine Lichter:

Nun war ich träumend trunken!

Der Blütenkronen zartes Blond
betörten mich, umwarben.
Ich wollte nach dir fassen, aber:

Es war des Truges Farben!

Drum zeige dich in voller Pracht,
ich warte auf ein Zeichen.
Denn ob am Tage, in der Nacht:

Ich kann dir nimmer weichen!

2007 für J.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:14   #5
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard



Die Liebe

Warte still, psst du sollst wissen,
dass ich komm` zu dir als Freund,
denn auch ich will weder missen,
was auf Erden jeder träumt.

Träumend von der Gunst der Stunde,
die sich senkt zu dir bei Nacht,
wo erbringst der Welt froh` Kunde:
Ja, ich fühle, bin erwacht!

Wachend liegst du nächst der Liebsten,
da die Wärme huldigt Schlaf
und du senkst dich tief zum tiefsten
Punkt der Zärtlichkeiten, Ach.

Dort die Wogen sich nun schließen;
Hin zum Reich Geborgenheit!
Ganz im Rausch liegst du zu Füßen
dieser schönen Weiblichkeit.

Und am Ende siegt Vertrauen,
bricht des Dammes starke Wand.
Fegt hinweg die lechzend Klauen,
die sie trieben an den Rand.

An den Rand der hohen Klippen,
wo sich Gischt schier schäumend perlt,
denn das Eine sollst du wissen:
Pflück sie dort und du bist`s wert

2007 für J.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:16   #6
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard


Wie eine Kerze

Die Zeit stand still, mein Herz es brannte,
wie eine Kerze lichterloh.
Verweile, schöne [Unbekannte]!
Verweile Zeit! Wo ist sie wo?

Vernebelt ward ich, meine Sinne
so trunken von der süßen Qual.
Erwarte, dass der Tag beginne,
wenn ich dich seh ein nächstes Mal.

Dein Lachen schien in voller Blüte,
auf dass mein Stolz zu Boden sank.
Wo bist du, Lachen voller Güte,
dass sich in meine Seele brannt.

Der Augenblick hält mich gefangen
im Meer, ich schwimme tief und weit.
Ich will mit dir den Tag anfangen
möcht teilen mit dir meine Zeit.

Erlöse mich, ich kann nicht warten,
will jetzt und hier die Wärme spürn.
Will tief ergründen deinen Garten,
an frischen Ufern mich verführn.

Die meinen Lippen mir benetzen
und löschen gierig meine Qual,
denn tief im Innern Feuerfetzen,
sie lodern zigfach tausendmal.

Wie tausend Flammen mich verzehrend,
so dass mein Blut mir kocht im Leib.
Ein Seelenfeuer brennt im Innern,
wie eine Kerze leuchtend heiß.

2007 für J.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)

Geändert von ginTon (08.05.2009 um 23:59 Uhr)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:18   #7
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard

Im Mondscheinglanze

Im Mondscheinglanze aus dem Weiher
entsteigt der Nymphe Hof und Staat,
getaucht in weiche Nebelschleier,
umgeben von der Nacht, so zart.

Sie streichelt wärmend ihre Leiber,
behutsam lockt sie sie zum Tanz,
dass ihre schimmernd weißen Kleider
sich pressen an die Haut, wie Samt.

Verführt vom Dunst die zarten Brüste,
gefüllt mit Lust und lieblich Schmerz.
Sie sind nun feurig, voll Gelüste
und gierig nun ist auch ihr Herz.

Es lüftet sich und in dem Kreise
erscheint ein Jüngling, Herr der Nacht.
In seinem Korb die Frucht, zur Speise,
gefüllt mit seinem Lebenssaft.

Er kniet sich zu der Nymphe Lenden
und streichelt fiebrig ihren Saum.
Sein Herz es schlägt, gibt ihr zu Händen,
die Frucht aus seines Garten Baum.

Gar zärtlich sind die Blicke, ihre,
genussvoll beißt sie, honigsüß,
ein leichter Schauer sie durchdringt
und nah dem Mund ein Rinnsal fließt.

Die Glut des Feuers ihrer Lippen
gibt sie dem Jüngling zum Geschenk.
- Du hast nun lang des Nachts gelitten! -
sagt ihre Stimme hold gesenkt.

In Lust und Wonne sind zerronnen
die Körper, wie ein klarer Bach.
- Ich nehme dich nun mit mir Nymphe,
hinaus zu mir, zum Herrn der Nacht! -

2007 für J.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:20   #8
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard



Der Zauberfaden

- Sei gegrüßt! Du süße Hexe,
Nymphe aus dem Wasserreich,
kommst du, um dein Zauberfädchen,
mir zu stricken Wellengleich? -

Und die erste von den Wogen
drückt ihn tief hinab, zum Boden.

- Warum senkst du deine Augen?
Habe keine Angst vor mir!
Denn ich bin die Wasserwolke,
bin ganz zart und lieb zu dir. -

Nun es zuckt und bebt von oben,
will ihr seine Gunst geloben.

- Willst du nicht in grünen Weihern
baden gehen, dich erlaben?
Sollst die Wiesen, Kornfeld sehen,
nehmen dir manch irdisch Gaben. -

Tiefer schaut er endlos Weiten,
in den Raum und die Gezeiten.

- Meiner Kinder Schlaf entfessel,
friedlich ruhen sie in Hainen.
Schenke mir die deine Nähe,
laß es Freud und Liebe weinen. -

Tränend lässt er sich erweichen,
um ihr Leben, Glut zu reichen.

- Ich die Wolke, ich erhöre
deine Klage und dein Leid.
Ich versuche mich zu einen,
doch es kostet Kraft und Zeit.-

- Dann, ich schenke dir die Fluten
und das Leben, weit es fließt.
Unser Atem, Pollenbluten
in die Lüfte sich ergießt.-


2007 für Aurelia Eistüte
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:26   #9
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard



Der Liebe Nimmersatt


Ich bin wie du und du wie ich,
zwei Hungernde der Liebe- Nimmer satt.
Verwechselt habe ich, dass Stürme sich,
mal drehen hoch, um wieder seicht
sich legen, wie das Licht zum grünen Blatt.

Die Lese ist ein schwerer Weg,
erst geht es auf, dann ab und hin und her.
Bald wäre mir, dass sich Gewitter legt,
die Sonne bricht, durch eine Wolke licht,
dabei bin ich die Feder, leicht und schwer.

Erwarte mich am neuen Tag,
wenn deine Welt, hinab zu meiner wölbt,
dann wird aus dem, was ich am Heute hab,
ein Morgen, Gestern und dazu das Süß
an dem mein Herz, das deine heut erhellt.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2009, 20:29   #10
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 9.652
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard

Liebesfusion

Es dreht die Welt sich um das Gleiche:
im Überschall durchs dunkle Land
von Finsternis und staubig laicht
dazu die Milch ein kleines Quark,

so dass der Schreihals -energiereich-
vertümpelt alles Sein am Rand
vom Möglichen, in einer Zeit,
wo selbst das Jahr den Tag nicht fand.

Das Teilchen irrt im Raume weiter;
verkreuzt und quer zum Widerpart
und sucht beweglich Silberteint
im schwarzen Tüll, dass schwarz nie war,

als es im Strome -spiegelgleich-
das Eben blickt nach dem es sann
und ganz vergnügt die Hände reicht,
verschmilzt und dann als Licht zerrann.
__________________
© Bilder by ginton

Wer bin ich dass...


Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, sondern darin, so zu leben, dass das zu Schreibende ganz natürlich entsteht (Jaccottet)

Geändert von ginTon (20.10.2009 um 00:44 Uhr)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 11:14 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.

http://www.gedichte-eiland.de

Dana und Falderwald

Impressum: Ralf Dewald, Möllner Str. 14, 23909 Ratzeburg