9. Monatsgedicht - September
September
Septemberblues in Rot und Gold
gemischt mit grünen Noten,
das Geigenlied des Sommers weicht
dem Herbst mit Schellenboten.
Ins Horn geblasen Windesmacht,
der Apfel fällt ins Gras vom Baum,
ein Beerenzweig, der leise schwankt
zum Sommerabschiedsflötentraum.
Ade, ihr blauen Nächte!
Adieu, mein Musikant!
Mir bleibt von diesem Sommer
ein Ringlein nur als Pfand.
So geht dahin in Dur und Moll
der weise neunte Jahresmond.
Die Nächte flüstern ruhevoll;
verschweigen nicht, was mich belohnt.
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