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Falderwald 16.02.2025 06:48

So oder so
 



So oder so


Das Leben, sprach der alte Mann,
wird mit der Zeit stromabwärts fließen,
so rinnt es von der Quelle an,
drum sollst du jeden Tag genießen.

Verlass dich nicht auf die Moral,
sie will nur fremdbestimmt dich steuern,
wenn du dann glaubst, das sei normal,
dann kann dein Herz sich nie erneuern.

Du suchst tagtäglich nach dem Glück,
doch du vergisst dabei das Finden,
der Kopf verdreht, den Blick zurück,
so wird, was vor dir liegt entschwinden.

Schau dich nicht um, das ist vorbei,
nach vorne solltest du dich wenden,
mach heute dich von allem frei
und lass dich nicht vom Mainstream blenden.

Tu einmal das, was niemand tut,
fass dir ein Herz und lass dich treiben,
du brauchst dafür ein wenig Mut,
doch wenn du Angst hast – lass es bleiben!


Falderwald
. .. .




ralfchen 16.02.2025 14:38

SERVUS

Wahre Worte

lg
r






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JimPfeffer 03.05.2025 00:34

Ich liebe deine Worte!
 
Was soll ich dazu sagen? Du warst schon immer sehr besonders in deiner Wortwahl und ich nur ein stiller Beobachter. Ich mag an dir, das du immer wieder den Weg in Tiefe findest und suchst. Da sind wir uns sehr ähnlich.

Liebe Grüße Jim

Falderwald 01.09.2025 01:04

Servus ralfchen,

verzeih die späte Rückmeldung – manchmal braucht ein Gedanke etwas länger, um zurückzufließen.

Danke dir für deine Worte. Manchmal ist es gerade das Einfache, das trägt – und wenn du darin etwas Wahres gespürt hast, freut mich das sehr.


Moin Jim,

auch dir ein spätes, aber herzliches Dankeschön.

Deine Worte haben mich berührt – du hast genau das gesehen, was mir wichtig ist: nicht nur die Tiefe zu finden, sondern sie immer wieder zu suchen. Wenn wir uns darin ähneln, dann ist das ein schöner Gedanke.

Danke, dass du nicht nur beobachtest, sondern auch teilst.


Herzliche Grüße an euch beide aus dem Gedankenstrom

Falderwald




Xenia 19.08.2026 19:20

Lieber Falderwald,

dein Text hat diese ruhige Altersweisheit, die sich nicht anbiedert, sondern einfach das sagt, was stimmt.
Ich mag, wie klar du den alten Mann sprechen lässt — ohne Pathos, ohne Predigt, nur mit diesem trockenen Blick auf das Leben, der mehr Wahrheit hat als jede Moralkeule.

Besonders stark finde ich die Stelle über das Glück:
Dieses „du suchst und vergisst dabei das Finden“ — das trifft ziemlich genau den Punkt, an dem die meisten scheitern.
Du sagst das ohne Drama, und gerade deshalb wirkt es.

Der Schluss gefällt mir am besten.
Dieses „tu einmal das, was niemand tut“ ist typisch Falderwald: ein bisschen trotzig, ein bisschen frei, ein bisschen „ich mach’s jetzt einfach“.
Und dann der letzte Schlag — „doch wenn du Angst hast, lass es bleiben!“
Das ist herrlich.
Kein Heldenpathos, kein Mut‑Zwang, sondern ein ehrlicher Satz, der mehr Selbstachtung hat als jede Motivationsrede.

Gut getroffen.
Das ist ein Text, der nicht laut sein muss, um zu wirken.

Herzliche Grüße von Xenia :)

Falderwald 21.08.2026 09:56

Liebe Xenia,

danke dir für deinen Kommentar.

Es freut mich, dass du den Ton des alten Mannes so gelesen hast, wie er gedacht ist: ruhig, ohne jeden moralischen Zeigefinger, eher wie jemand, der genug gesehen hat, um die Dinge schlicht zu benennen. Diese Art von Klarheit braucht keinen Nachdruck, sie wirkt gerade deshalb.

Die Stelle über das Glück ist tatsächlich der Kern des Textes. Viele suchen, aber nur wenige halten inne, um zu merken, dass das Finden oft leiser ist als die Suche selbst. Dass du das so herausgehoben hast, zeigt, wie gut du die Bewegung im Gedicht wahrgenommen hast.

Und ja — der Schluss ist bewusst nüchtern gehalten. Kein Aufruf zum Heldentum, kein „Du musst“, sondern ein einfacher Satz, der die Freiheit lässt, die man braucht: Mut ist gut, aber er lässt sich nicht erzwingen. Manchmal ist Selbstachtung eben auch die Entscheidung, etwas nicht zu tun.

Danke dir für deine Rückmeldung.

Liebe Grüße :)

Falderwald



Lotusblüte 25.08.2026 00:29

Lieber Falderwald,

dein Gedicht hat mich still gemacht.
Diese Weisheit des alten Mannes, dieses sanfte Drängen nach vorne — das wirkt sehr leise und gleichzeitig sehr wahr.
Ich mag besonders, wie du das Glück beschreibst: nicht als etwas, das man jagt, sondern als etwas, das man übersieht, wenn man zu sehr zurückschaut.

Ein schöner, ruhiger Text, der nachklingt.

LG :Blume:
Lotusblüte


Falderwald 27.08.2026 23:38

Liebe Lotusblüte,

deine Worte haben mich sehr gefreut — gerade weil sie so leise sind.
Du hast den alten Mann genau so gelesen, wie er gedacht war: nicht als Prediger, nicht als Mahner, sondern als jemand, der genug gesehen hat, um die Dinge ohne Druck auszusprechen. Dieses „sanfte Drängen nach vorne“, das du erwähnst, ist vielleicht das Einzige, was man überhaupt weitergeben kann, wenn man über das Leben spricht.

Dass du die Stelle über das Glück heraushebst, bedeutet mir viel.
Für mich war sie immer der Kern des Gedichts: dieses stille Missverständnis, dass man Glück suchen müsse, obwohl es oft nur darauf wartet, dass man endlich aufhört, sich umzudrehen. Du hast das mit einer Klarheit benannt, die dem Text guttut.

Und dass dich das Gedicht still gemacht hat — das ist wahrscheinlich das schönste Kompliment, das man einem ruhigen Text machen kann.

Danke dir für deinen Blick, wie immer freundlich, wie immer klar.

Liebe Grüße :)

Falderwald




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