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Gefühl
Das Gefühl, oder, was ist das denn bloß;
denkt man, man hat’s und es wird groß, rinnt’s durch die Finger und entschwindet wie ein Lächeln, das kommt, geht, sich windet. Flieg, Gefühl, schwing dich empor, breit’ aus die Hoffnung, öffne das Tor zur Seele durch begeistertes Wehen der Träume, und du wirst sehen, wie es dem Leben die Nahrung gibt. Du stehst den Alltag durch und dann erträgst du die Zwänge oder den Mann, der hier dein Chef ist, der Imponierer, der Ich-stets-besser-du-immer-Verlierer. Und mit ständiger Rechthaberei und seiner Traumstellung im Einerlei, er dir die Arbeit bereitet zur Qual. Trotz deiner Ängste, hast du ne Wahl? Da bist du nun, hast einen Mann, der ist lieb und nett und er kann dir Halt geben und für die drei Kinder; das Einkommen ist wohl auch nicht minder. Doch es zwickt dich der Unmut Trieb, der Ehrgeiz, deiner Zufriedenheit Dieb. Schließlich stehst du voll Sehnsucht am Horn, Was ist es, das dich so drängt nach vorn? Flieg, Gefühl, schwing dich empor, breit’ aus die Hoffnung, öffne das Tor zur Seele durch begeistertes Wehen der Träume, und du wirst sehen, wie es dem Leben die Nahrung gibt. Das ist ein Dasein, wie man es liebt. |
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