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Taxi5013 25.09.2026 12:12

Venedig
 
Venedig

Wo die Nacht den Morgen küsst,
obwohl sie noch nicht zu Ende ist,
dort, am fernen Horizont, ganz fein,
wo die Morgensonne wohnt,
zeigt sich ein erster Silberschein.

Venedig erwacht, schlaftrunken noch,
ein letzter Traum fliegt über das Dach,
die Gondeln schaukeln leis im Takt,
als hätten sie die Nacht bewacht.

Ein leiser Hauch zieht übers Meer,
die Lagune glitzert still und schwer,
und aus der Gassen, ein schmaler Weg
führt direkt zum Gondelsteg.

Vom Campanile klingt ganz sacht
ein Glockenton durch diese Nacht,
schwebt über Dächer, Stein, Kanal,
macht selbst die Stille wunderbar..

Die alten Paläste, vom Morgen berührt,
erzählen von Liebe, die niemand mehr hört.
Von Küssen, von Träumen, von Sehnsucht und Glück,
von Menschen, die gingen – und sahen zurück.

Und eine Gondel gleitet langsam vorbei,
fast lautlos, als wäre sie schwerelos frei.
Der Gondoliere, er singt vor sich hin,
ein Lied ohne Anfang, ein Lied ohne Sinn.

Doch wer einmal hier am Wasser stand,
mit dem ersten Licht über Stadt und Land,
der weiß, dass es Orte auf Erden gibt,
die man mit dem Herzen sieht –
die man für immer im Herzen liebt.

Und wenn dann die Sonne Venedig erreicht,
der Himmel sich golden über die Dächer neigt,
dann scheint für einen winzigen Augenblick
die ganze Welt stillzustehen vor Glück.

Vielleicht ist es nur ein Zauber der Zeit,
vielleicht auch ein Traum der Unendlichkeit –
doch tief in meinem Herzen bleibt
Venedig, das Liebe und Sehnsucht. zeigt.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:18 Uhr.

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