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Vollmond im September
Vollmond im September Der Abend legt sich auf die Felder, der letzte Tag wird langsam still, und über Wiesen, über Wälder steigt jener Mond, der bleiben will. Noch liegt ein Hauch vom Sommer nieder, ganz warm auf manchem alten Stein, doch durch die kahlen Zweige wieder zieht schon der Herbst mit leisem Schein. Der Vollmond steht am Himmelsbogen, so groß, so hell, so wunderbar, als hätte ihn die Nacht geboren ganz nah zu uns und plötzlich war die Welt verwandelt, silbern, leise, der Bach trägt Licht ins Tal hinein, und selbst der Wind geht auf die Reise, behutsam durch den Mondenschein. Vielleicht, so scheint es, will er sagen: Was gestern war, ist nicht vorbei. Auch wenn die Jahre weiterjagen, bleibt manches Herz der Sehnsucht treu. So sitz ich still im Abendgarten und schau hinauf zum Silberlicht. Der Mond wird keiner Antwort warten , doch manchmal braucht man Worte nicht. Und wenn er langsam weiterzieht, hoch über Dach und dunklen Wegen, weht doch sein stilles, helles Lied wie eine Hoffnung uns entgegen. Der Septembermond so klar, so weit, bewacht die Nacht, bis sie vergeht. Und vielleicht schenkt uns die Ewigkeit nur diesen Augenblick, den man versteht.. |
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