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Ein Herbstag in den Bergen
Herbstromantik in den Bergen
Wenn golden sich der Herbst verfängt in Tannen, Fichten, Bergesflanken, wenn still der Abend nieder hängt und Wolken um die Gipfel ranken, dann liegt ein Zauber in der Luft, so zart, dass selbst die Berge schweigen, und über allem liegt der Duft von Herbst und Moos und Fichtenzweigen. Hoch oben, wo die Almen ruhn, steht eine kleine warme Hütte, als wollte sie im Abendtun die Welt vor Sturm und Nacht behüten. Ein dünner Rauch steigt himmelwärts, vom Herd dringt warmer Feuerschein, und irgendwo schlägt leis ein Herz, vielleicht ist es auch meines allein. Du sitzt bei mir am Fenster dort, wir schauen über dunkle Wälder, kein Mensch stört diesen stillen Ort, nur Abendrot umarmt die Felder. Deine Hand liegt warm in meiner, wir brauchen keine Worte mehr, denn manchmal sagt ein Blick viel feiner, was sonst zu sagen viel zu schwer. Draußen rauscht der Bergwind sacht, er trägt die Blätter aller Tage der Tag versinkt in tiefer Nacht, die Sterne zählen Tage, Jahre. Und in der Hütte, warm und klein, vergessen wir für kurze Zeit die Sorgen dieser Welt, wir zwei, vereint in stiller Einsamkeit. So lass uns noch ein wenig bleiben, solang der Abend golden scheint. Lass uns die Zeit von einst vertreiben und hoffen, dass sie uns vereint. Denn wenn am Morgen Nebel steigen und Schnee schon auf den Gipfeln liegt, wird uns vielleicht der Herbst noch zeigen, dass Liebe selbst im Alter siegt. Und wenn wir später Abschied nehmen von dieser Hütte, diesem Ort, wird uns die Erinnerung nicht lähmen, sie trägt uns still durchs Leben fort. Denn irgendwo dort hoch im Land, wo Berg und Himmel sich berühren, hält eine Hütte unsrer Hand und lässt uns unsere Träume spüren.. |
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