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Das Tier in mir - Gedanken im Herbst
Du lockst aus mir das Tier hervor,
ich schnurre, fauche und kratze und gebrauche All meine Sinne in einer herbstzeitlosen Liebe Mit Dir eins sein, ineinander geliebt Deine Zunge, Deine Hände können nicht verdorben genug sein in einzigartigen Momenten löse ich mich von der Welt, vom Leben, mit dem Gefühl, gerade jetzt ganz intensiv am Leben zu sein Heiß, verlangend, kraftvoll... Könnte unsere Lust brennen, wären wir nur noch Asche in einem Meer voller Flammen. Tanzen will ich mit Dir wie ein Blatt im Sturmwind des Herbstes immer schneller und schneller Süß will ich sein und trunken machen wie die letzten reifen Trauben, die der Weinstock hat Niemals soll dieser Herbst, der Anfang eines neuen Lebens für uns enden... mein Herz schlägt Liebe. |
Zitat:
oben habe ich den sog. Vers libre Elchtest mit Deinem Text gemacht, also die Umbrüche herausgenommen und die Satzzeichen sinnvoll gesetzt. Das mache ich immer, wenn ich die Vermutung habe, bei einem Text könnte es sich um kein Gedicht handeln. Sei mir nicht böse: Dieser Text ist sicherlich poetisch, aber keine Lyrik. Zu Lyrik gehört noch einiges mehr als zu Poesie. Zu Lyrik gehört die überraschende Formulierung ebenso wie die blitzende Metapher, die Verdichtung wie die Verallgemeinerung, die Transzendenz ebenso wie der "Eigensinn", das Widerspenstige. Nichts davon haftet diesem Text an. Das soll jetzt nicht heißen, daß dies kein schöner Text ist. Dem ist durchaus nicht so. Er ist nur kein Gedicht, sondern allenfalls, mit viel Augengezwinker, lyrische Prosa. LG W. |
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