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alter sack
alter sack
du hast das zeug zum sieger sprach das spiegel bild & verschwamm im nebel der warmen dusche ich trug den kragen hoch an diesem kalten morgen parfüm & eine scharfe rasur die zähne blitzten maul affen feil bot ich mich billigst zum freien verkauf an gestrige ware muss raus & verschrien werden am abend im halb dunkel sagte der spiegel zu mir deine falten vertrügen ein glätt eisen du alter sack |
Hey Walther,
Selbsterkenntnis mit einem Schuss Ironie! Solche Gedichte mag ich besonders gern. Wenn das, was wir sind - oder wir glauben zu sein - dem Tagesrhythmus unterworfen ist, dann hat das „Spieglein an der Wand“ als Kommentator am Abend seine Eulenspiegelmütze aufgesetzt und schleudert uns die sarkastische Wahrheit ins Gesicht. Dass wir trotzdem ruhig schlafen können, besagt, dass wir mit der unbequemen Wahrheit umgehen können. Gern gelesen. Gruß vom Hans |
moin hans,
die selbstironie ist der beste humor, er tut niemandem weh. solche "lichten" momente sind häufig an rituale geknüpft, da man dabei zeit hat, die gedanken sich mit anderen dingen sich beschäftigen zu lassen: routine hat etwas beruhigendes und kontemplatives. danke, daß dir mein "spiegelbild" gefällt und dich anregen und unterhalten durfte. lg w. |
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