Hi Aphrodite!
Da haben wir scheint's einen weiteren hochbegabten Sonettdichter geangelt!

Die Peanuts:
S3Z2 - "lustloses" muss in deinem Heberrhythmus auf Silbe eins und drei betont werden, um im Takt zu bleiben, und Silbe drei mag das nicht. Natürlich kann man beim Vortrag diese Fehlbetonung quasi verschlucken, indem man die erste Silbe ganz besonders hervorhebt, aber dennoch bleibt das Gefühl einer Diskepanz ...
S4Z2 - Das "anstatt zu bleiben" würde ich - als zusätzlich eingeworfene Info per Einschub - zwischen Bindestriche setzen:
bestaunt ein junger Tag ihr tristes Treiben,
und Nyx zieht weiter, um - anstatt zu bleiben -
im Arm der Morgenröte zu verglühen.
Den Bindestrich am Ende von S4Z1 würde ich hingegen zum Komma machen, um eine Bindestrichhäufung zu vermeiden.
Zum Inhalt kann ich wenig sagen, da es mit meiner mythologischen Bildung nicht so weit her ist, was bestimmte Figuren und die betreffenden Details angeht - werd mich aber gleich mal wikipediaschlau machen.
Die "rauen Hände" als Zeichen des Alters gefallen mir durchaus.
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
PS: Hab mich wikipediaschlau gemacht, und nun stellt sich mir diese Frage: Das Begatten ist technisch gesehen der männliche Part, im Sinn von Befruchten, Besteigen. Kann also eine Frau - und sei es die Personifikation der Nacht - jemanden "be"gatten, und sei es "der" Abend? Müsste es nicht ein sich vom Abend
begatten Lassen sein?