Hi Jonny!
Auch mir sind Wortwahl und Satzbildung extrem wichtig!
Ein Gedicht ist zum einen eine Skulptur aus Schall, ein Klanggemälde, es ist fast wie Musik, die den Inhalt, die Aussage verstärken und transportieren soll. Und bei Musik ist die "Konstruktion", in diesem Falle also der Satzbau, genauso wichtig wie das Klangbild. Nur wenn alle Faktoren sich optimal ergänzen und harmonieren, entsteht ein ergreifendes Gedicht.
Hier ist dir vielleicht aufgefallen, dass es in Str. 1 sehr viele "w"-Laute gibt. Das sorgt für weiche, fließende, obstruktionsfreie Artikulation, was den Leser gleich zu Beginn harmonisiert und auf das erotische Miteinander der Probanden einstimmt. Oder einfach gesagt: Für zart-streichelnde Erotik muss der Einstieg klanglich zart-streichelnd für's Gehör sein.
Ich hab solche Kniffe nie studiert. Vieles wende ich intuitiv an, vieles an Wissen darum habe ich mir in den Forenjahren hier langsam angeeignet. Mit (fast

) jedem Kommi lernt man was dazu.
Vielen Dank für deine Lobesworte und den Einblick in deine Vorlieben - hab mir nach der Lektüre deiner Zeilen schon sowas gedacht.
LG, eKy