Der Lauf der Dinge
Jüngst stand ich an der Pinkelrinne,
es floss, ich dachte mir, ich spinne,
ein Rinnsal nur ins Urinal
und das betrübte mich mental.
Auch auf dem Klo gab’s keinen Frieden,
dort zwickten mich die Hämorrhoiden,
dadurch verlor ich manches Blut,
ich wusste gleich, das ist nicht gut.
Und wenn ich vor dem Spiegel stehe,
wo ich mich gern geschniegelt sehe,
dann werde ich recht ungehalten
vor lauter ungestalten Falten.
Mein Körperhaar wird täglich dichter,
auf meinem Kopf hingegen lichter,
der Blutdruck steigt, Gelenke schmerzen,
auch spüre ich manch Stich im Herzen.
Noch während ich dies Lied hier singe,
bemerke ich den Lauf der Dinge,
ich hielt mich lange Zeit recht wacker,
doch bin ich jetzt ein alter Knacker.
Falderwald
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