Offene Wunden
Wenn dunkle Gedanken sich träge versammeln,
die Nacht sie mit fahlgrauen Fäden umflicht,
erwachen Dämonen in ihren Verstecken
und zerren die Angst in das schwindende Licht.
Sie krallen sich tiefer in schwärende Narben
und drehen die Zeiger der Uhren zurück,
sie trinken das Blut aus den offenen Wunden,
entwurzeln die Keime der Hoffnung auf Glück.
Ein Zeichen, ein Wort von dir würde genügen,
ich spür deine Nähe - du antwortest nicht.
Der einzige Weg zu dir führt in den Abgrund,
bevor mich die Schuld meiner Fehler zerbricht.
Das Gestern entfernt sich mit eiligen Schritten,
ein Traum baumelt leblos am Galgen der Zeit,
das Morgen verhüllt sich in blickdichten Tüchern;
was bleibt, ist die Wahrheit der Endgültigkeit.
__________________
.................................................. ...........................................
"Manchmal ist es so demütigend, ein Mensch sein zu müssen..." Erich Kykal
|