Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 24.04.2026, 21:39   #1
ginTon
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Benutzerbild von ginTon
 
Registriert seit: 14.02.2009
Ort: Mainz
Beiträge: 13.082
ginTon eine Nachricht über ICQ schicken ginTon eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard HOMO VITRUVIANUS

.
Worte zur Kunst: Renaissance
HOMO VITRUVIANUS
(dt. der vitruvianische Mensch, Blankosonett)

in Zahlen ausgedrückt wirbt jeder Körper
mit der ÄSTHETIK wunderschön zu sein
so formbewusst und ideal wie alles
das sich in puncto Dinglichkeit bewegt

es könnte selbst das Kleinste selbst gefallen
wenn es für einen kurzen Augenblick
die Reaktion und das Gefühl begleitet
sich hinzuwenden, um es nah zu sehen

form follows function könnte man behaupten
was deiner Reaktion im Kern betrifft
ist diesen Schlüsselreiz kurz einzurahmen

mate choice gleich Präferenz zur guten Form
die dergestalt in unser Leben tauchte
dass du dich selbst vergisst, wenn’s auf dich wirkt…




Anmerkung: Primär die letzte Zeile ist in Anlehnung an den Aphorismus «Ästhetische Formen existieren für mich nicht. Was auf mich wirkt, wirkt.» von Theodor Fontane verfasst worden. Des Weiteren orientiert sich das vorliegende Gedicht, wie die titelgebende Skizze HOMO VITRUVIANUS von Leonardo da Vinci, an den wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Ästhetik, siehe: hier, d.h. der erlebnisbezogenen Sinnesempfindung. Wer sich hingegen für den vitruvianischen Menschen und da Vinci selbst interessiert, siehe: hier und hier. PS: interessant auch dieses Werk in diesem Zusammenhang, hier, welches übrigens als PDF im Internet frei zur Verfügung steht, dies nur am Rande.

*Text zum Bild:Leonardo da Vinci HOMO VITRUVIANUS Galleria dell’ Accademia, Venedig
.
__________________
© Bilder by ginton

du tust mir einfach gut...

Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)


nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
ginTon ist offline   Mit Zitat antworten