Lippen, Haut und Licht
Ein kaltes Bad in kühler Menge,
ihr Weg macht für mich keinen Sinn.
Mit Augen gerade durchs Gedränge,
wie bald da und doch nie hin
und sowas von schnurgeradeaus,
als liefen sie vor Umsicht weg.
Ständig fort und doch nie raus,
wenig Leben. Viel Gepäck
und dazwischen, ja fallen auf
zwei lange Beine und ein Wahnsinnspo.
Die Verfolgung, sie nimmt ihren Lauf
und ich tipp sie an und sie sagt so,
du läufst mir also hinterher?
Sie dreht sich, ich seh das Gesicht
kaum und will doch direkt mehr,
seh nur Lippen, Haut und Licht
und wunderschöne, braune Locken.
Vom Scheitel bis zur Zehe Frau,
links auch grüne Hoffnungssocken.
Ihre Augen tief begehrlich blau,
die Brüste heiß, das Becken schlank.
Ihr Atem riecht nach Krankenhaus,
top steril und so leicht krank.
Ich hak sie ein und führ sie aus
und hör von Liebe, Lust und Zank.
Sie müsste mir erzählen müssen
von 1001 Aktenschrank.
Bei zwei fang ich sie an zu küssen
und hör bei nie mehr wieder auf.
Das Leben steht auf, raus und ab.
"Hoffentlich gehst du bald drauf!",
wir küssen uns und ich hab
sie im Arm, durch grün und Dreck.
Sie wünscht auf Handgelenk aus Handgepäck
ein bisschen Fernweh. Ich bloß Luft und ein Besteck.
Wir schließen Augen, träumen weg
bis die Stille klingt nach Licht
in dem wir uns lang lieben
hier hat das Leben kein Gewicht
ohne das wir bis hinaus getrieben
es riecht, als wären Fenster offen
wir schwimmen durch ein Meer aus Klee
tauchen ein in grünes Hoffen
tauchen auf und ich geh
Richtung Strand und ich dreh
mich um und blick in eine leere Hand.
Ich blicke nochmal auf die See,
lächle in die schwarze Wand,
wo ein paar Sterne flackern trist,
wo eine Möwe fliegt hinaus.
Wo immer es vielleicht je ist.
Vielleicht wartest du auf mich zu Haus.
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