Hallo MakaVeli,
Goethe zu zitieren ist immer eine gute Idee — besonders dann, wenn man sich hinter ihm verstecken möchte.
Das Sonett, das du anführst, feiert die Freude an der Form, nicht den Zwang zur Form. Es ist ein Lob auf die Möglichkeit, nicht auf die Vorschrift.
Dass du es als Anlass nimmst, „gewaltig zu lachen“, ist bemerkenswert:
Goethe lacht nicht. Er arbeitet. Er spielt. Er probiert. Er beschränkt sich freiwillig.
Ich habe eine Satire geschrieben, die bewusst mit dem Stolpern und Zwingen spielt. Du antwortest mit einem Sonett, das du als moralische Instanz über den Text stellst. Das ist eine hübsche Geste, aber sie kommentiert nicht, was ich geschrieben habe — sie kommentiert nur, was du gern lesen würdest.
Und deine Schlusszeile „Aber was weiß der schon“ ist ein netter Versuch, die eigene Überhöhung mit Ironie zu kaschieren.
Goethe wusste viel.
Was du aus ihm machst, ist allerdings deine Sache — nicht meine.
Viele Grüße
Falderwald
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Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)
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