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Alt 12.08.2026, 11:33   #2
Xenia
Lim-Fee
 
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Lieber Falderwald,

dein Sonett hat mich zum Schmunzeln gebracht – dieser herrlich freche Ton ist wirklich unverwechselbar.
Man merkt, dass du hier mit viel Spaß an der Sache gegen die Form selbst anrennst, und gerade das macht den Text so lebendig. Ich kenne solche Momente gut, in denen man sich fragt, warum man sich überhaupt in ein festes Korsett zwängen soll, wenn die Gedanken eigentlich ganz anders fließen wollen.

Die Vergleiche sind natürlich sehr drastisch, aber gerade dadurch entsteht dieser humorvolle Überschlag, der das Ganze nicht böse wirken lässt, sondern eher wie ein augenzwinkernder Befreiungsschlag.
Ich musste an ein Gespräch denken, das ich einmal mit jemandem hatte, der meinte, Sonette seien „die Zwangsjacke der Lyrik“. Da habe ich auch leise gelacht – manchmal trifft es das ja wirklich.

Der Schluss gefällt mir besonders, weil er die Kurve kriegt:
Nach all dem liebevollen Gemecker kommt dann doch die Einsicht, dass man sich ab und zu ein Sonett gönnen kann. Und dieser letzte Gedanke, dass man im Sonett sehr wohl alles sagen kann, wenn man es eben kann – der sitzt.

Herzliche Grüße von Xenia
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