Lieber Taxi,
dein Gedicht hat einen sehr weichen, fast schimmernden Ton, der einen sofort in diese stille Welt aus Licht, Erinnerung und Sehnsucht hineinzieht.
Ich musste beim Lesen an jene Abende denken, in denen man einfach nur dasitzt und merkt, wie sehr manche Menschen Spuren hinterlassen, die nicht verschwinden – selbst wenn die Zeit weiterläuft.
Besonders schön finde ich die Stellen, in denen du Liebe nicht als etwas Lautes beschreibst, sondern als etwas, das einfach bleibt.
Dieses „Licht, das niemals stirbt“ – das hat mich berührt. Manchmal ist es ja wirklich so: Ein kleiner Moment, ein Lachen, ein Blick, und man trägt ihn ein Leben lang mit sich herum.
Auch die Bilder vom Mond, vom Wind und vom Morgentau wirken sehr ruhig und klar.
Ich kenne solche Augenblicke gut, in denen man sich an etwas erinnert und plötzlich fühlt, wie nah es noch ist, obwohl es längst vergangen scheint. Dein Gedicht fängt das fein ein.
Der Schluss ist besonders zart – dieses gemeinsame Gehen durch das Licht, ohne Abschied, ohne Schmerz.
Das hat etwas sehr Tröstliches.
Manchmal braucht man genau solche Gedanken, die nicht erklären wollen, sondern einfach ein bisschen Wärme schenken.
Herzliche Grüße von Xenia