Liebe Xenia,
danke dir für deine Rückmeldung.
Es freut mich, dass der Text für dich diesen ruhigen Blick auf das identitäre Getöse behalten hat. Genau darum ging es mir: nicht um eine Abwertung einzelner Begriffe, sondern um die Beobachtung, wie schnell sich die öffentliche Debatte in immer feinere Schubladen verästelt, während der Alltag davon weitgehend unberührt bleibt.
Die Bilder, die du erwähnst, sollten den Kontrast sichtbar machen: das große Rascheln der medialen Kostüme einerseits, und die nüchterne Realität andererseits, in der am Ende doch nur zählt, wie jemand sich verhält. Das Ausschalten des Geräts ist dabei der Moment, in dem die Perspektive wieder zurechtrückt.
Dass du den Schluss als weise, aber nicht belehrend empfunden hast, freut mich. Die „Gelassenheit“ ist hier kein moralischer Anspruch, sondern eher eine pragmatische Haltung: Man nimmt zur Kenntnis, dass Identität ein Thema geworden ist, aber man lässt sich nicht von jeder neuen Etikette aus der Ruhe bringen.
Danke für deinen Kommentar.
Liebe Grüße
Falderwald