Lieber Falderwald,
dein Text liest sich wie ein dunkles Labor, in dem Gefühle nicht entstehen, sondern gebraut werden.
Die Art, wie du jede Regung in eine Zutat verwandelst, macht das Ganze fast unheimlich präzise — als würde man zuschauen, wie sich etwas Bitteres Schicht für Schicht verdichtet, bis es zu einem Trank wird, der niemandem guttun kann.
Besonders die letzten Strophen haben eine stille Härte:
Dieses Weiterreichen des Kelchs, der Erzrivale, der nichts ahnt — das wirkt wie eine kleine Geschichte über Vergeltung, aber ohne Triumph, eher mit einem leisen Kopfschütteln darüber, wie weit solche Gefühle gehen können.
Das Bild vom Träneneis oben im Glas ist stark.
Es gibt dem Ganzen einen fast eleganten, aber sehr kalten Abschluss.
Danke fürs Teilen.
Herzliche Grüße von Xenia