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Alt Heute, 10:19   #1
Taxi5013
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 17.01.2017
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Standard Das Lied des Meeres

Am Ufer, wo die Wellen singen,
und salzig-frisch die Lüfte wehn,
da kann mein Herz die Freiheit finden,
wenn weiße Möwen kreisend ziehn.

Das Meer erzählt von fernen Zeiten,
von Schiffen, die der Wind einst trieb,
von Menschen, die zu neuen Weiten
dem Ruf des Horizontes der rief.

Ich sitze still im feuchten Sand
und schaue weit zum Horizont,
dort liegt, verborgen, fremdes Land,
das meine Sehnsucht locken konnt.

Und wenn am Abend rote Feuer
im Meer versinken, still und sacht,
dann wird die Welt mir ungeheuer
weit, wie ein Traum in tiefer Nacht.

Das Meer kennt meine stillen Tränen,
es trägt sie fort, wohin ich seh.
Es kennt die Freude und das Sehnen
und flüstert leise: „Komm – geh.“

Doch manchmal, wenn die Wellen schweigen
und Mondlicht auf dem Wasser ruht,
dann scheint das Meer sich mir zu zeigen
wie ein alter Freund, der alles tut.



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