Liebe Lotusblüte,
deine Worte haben mich sehr gefreut — gerade weil sie so leise sind.
Du hast den alten Mann genau so gelesen, wie er gedacht war: nicht als Prediger, nicht als Mahner, sondern als jemand, der genug gesehen hat, um die Dinge ohne Druck auszusprechen. Dieses „sanfte Drängen nach vorne“, das du erwähnst, ist vielleicht das Einzige, was man überhaupt weitergeben kann, wenn man über das Leben spricht.
Dass du die Stelle über das Glück heraushebst, bedeutet mir viel.
Für mich war sie immer der Kern des Gedichts: dieses stille Missverständnis, dass man Glück suchen müsse, obwohl es oft nur darauf wartet, dass man endlich aufhört, sich umzudrehen. Du hast das mit einer Klarheit benannt, die dem Text guttut.
Und dass dich das Gedicht still gemacht hat — das ist wahrscheinlich das schönste Kompliment, das man einem ruhigen Text machen kann.
Danke dir für deinen Blick, wie immer freundlich, wie immer klar.
Liebe Grüße
Falderwald