Morgentrost
Hallo Feder Zensor,
danke für die ausführliche und differenzierte Auseinandersetzung mit meinem Gedicht.
Den Hinweis auf den Rhythmus der vierten Zeile nehme ich durchaus zur Kenntnis. Allerdings empfinde ich die kleine rhythmische Abweichung nicht unbedingt als störend, sondern als eine bewusste sprachliche Steigerung an dieser Stelle.
Was die Bildsprache betrifft, gebe ich dir insofern recht, dass Licht, Schatten, Nacht und Garten klassische lyrische Motive sind. Gerade diese bewusst traditionelle Bildsprache war hier jedoch beabsichtigt. „Morgentrost“ möchte kein experimentelles Gedicht sein, sondern eine schlichte, hoffnungsvolle Bewegung von Dunkelheit zu Licht ausdrücken.
Auch die „neue Wacht“ verstehe ich weniger als botanische Eigenschaft des Gartens, sondern als poetisches Bild für etwas, das den Menschen am Morgen wieder Halt und Zuversicht gibt.
Ich danke dir jedenfalls für die kritische Beschäftigung mit dem Text. Ob ich die vorgeschlagenen Änderungen übernehme, behalte ich mir allerdings selbst vor.
Mit freundlichem Gruß
Max
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