Liebe Floris,
dein Gedicht hat mich sehr berührt.
Es hat diese ruhige, klare Art, in der du Erinnerungen nicht beschönigst, sondern einfach zulässt — und genau dadurch wirken sie so stark. Die Szene im Park ist so schlicht erzählt, und doch öffnet sie sofort einen Raum, in dem die eigene Vergangenheit wieder spürbar wird.
Besonders schön finde ich, wie du die Nähe zwischen den beiden Menschen am See mit deiner eigenen Erinnerung verknüpfst. Das macht den Text nicht schwer, sondern warm — selbst dort, wo er weh tut. Die Zeilen über den ersten Kuss und dieses „aufregend und wunderbar“ haben eine ganz feine Ehrlichkeit, die ich sehr mag.
Und dann dieser Blick auf die Verliebtheit, die kommt und geht wie ein launiger Gast — das ist ein Bild, das man sofort versteht. Der Schluss hat mich besonders getroffen: Er ist nicht laut, nicht pathetisch, sondern einfach ein leiser Wunsch, der trotzdem Hoffnung trägt.
Ein sehr schönes, sehr menschliches Gedicht.
Herzliche Grüße von Xenia