Liebe Floris,
ich musste lächeln, als ich dein Sonett gelesen habe — nicht wegen der Mühe, die du darin beschreibst, sondern wegen dieser stillen Entschlossenheit, die zwischen den Zeilen steht. Du gehst so ehrlich mit dem eigenen Ringen um, dass der Text fast wie ein kleines Tagebuch wirkt, das man gern öffnet.
Dein Rhythmus trägt das wunderbar. Dieses „gezählt, verworfen, wieder neu begonnen“ hat etwas sehr Menschliches, und vielleicht macht genau das den Charme aus: dass du nicht nur die Form beherrschst, sondern auch zeigst, wie sie dich herausfordert. Die letzte Zeile ist ein schöner, leiser Triumph — nicht laut, nicht stolz, sondern einfach ein Weitergehen.
Ich freue mich, dass du dem Sonett so viel Raum gibst. Man spürt, dass du darin gerade etwas findest, das größer ist als die Form selbst.
LG

Lotusblüte