Hallo Chavali,
dies ist eins der wenigen Jahreszeiten-Gedichte, das mir gefällt.
Wie (fast) immer gibts ein paar kleine Anmerkungen
Zitat:
Des Jahres erster Mond, der Januar,
entsteigt der kalten Neujahrsnacht,
ganz heimlich hat er Frost gebracht. <<<Sehr schöne Personifizierung des Mondes, der nicht nur entsteigt, sondern auch handelt, indem er Frost bringt. Wobei ich mit "entsteigt der kalten Neujahrsnacht" ein sinnhaftes Problem habe. Kann etwas einer Nacht entsteigen? Poetisch gesehen vielleicht 
Ich atme tief in mich den klaren Hauch <<< Meine Meinung zu Inversionen kennst du zu genüge 
der weiten schneebedeckten Felder,
der tiefverschneiten dichten Wälder. <<<Zwei Dopplungen. 1. eine sinnbezogene, wie ginton bereits anmerkte, 2. tief/tiefverschneit
Es bricht sich funkelnd im Laternenlicht
des Eiskristalls bizarre Pracht, <<< Dies ist fast ein Zungenbrecher Es passt m.E. nicht zum sonstigen sanften Klang des Gedichts.
des Winters weißes Angesicht. <<< weißen Angesichts?
Mein Atem schwebt in kalter Luft wie Rauch;
aus Fenstern fällt ein Dämmerschein. <<< Ein Schein fällt? Wie wäre es mit "dringt" oder "lugt"?
Ich steh und schau und fühl mich sehr allein.
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Du transportierst zum Einen die ergreifende Atmosphäre und zum Anderen die Melancholie, weil das lyr. Ich den Anblick nicht (mit)teilen kann.
Sagt mir wirklich zu.
Lieben Gruß
von
Quicksilver