Die Wolken blähen sich, der Wind wird laut
Die Wolken blähen sich, der Wind wird laut.
Es flüchten sich die Krähen in die Bäume.
Die Welt vergisst die schönsten Blütenträume:
Denn wer sich jetzt nicht fürchtet, wer nicht schaut,
Dass er im sichren Schutz die Zuflucht findet,
Dem droht die dunkle Wand mit hellem Blitz
Und fernem Donner: Der macht keinen Witz,
Der zischt herab, dass man beinah erblindet,
In Holz, Metall, in Erde, Stein und Wasser.
Die Luft, durchschnitten, wummert, pfeift und kracht.
Der Mensch wird um die Nase spitz und blasser.
Der Sturmgott Thor tanzt wirbelnd mit und lacht.
Die Straße färbt sich schwarz, wird glitschig, nasser,
Und Hagel klackt. Man denkt, es fällt die Nacht.
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Dichtung zu vielen Gelegenheiten -
mit einem leichtem Anflug von melancholischer Ironie gewürzt
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Geändert von Walther (06.03.2010 um 10:28 Uhr)
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