Vergangenheit
Nebel in den Wiesen dräut,
Tageslicht den Morgen scheut,
Wind auf gelben Blättern kaut,
Frost durch trübe Fenster schaut.
Stimmungstief hängt unbefreit,
starrt auf dunkle Jahreszeit.
Abgestraft liegt die Natur
nun danieder, keine Spur
regen Lebens jetzt zu finden.
Nirgendwo ein Hauch von linden
Lüften, sanften Blütenträumen,
Bächen, die voll Wonne schäumen.
Tief geborgen im Gemüt
Hoffnungslosigkeit jetzt blüht,
klamme Finger krallen sich
fest ums Dasein, jämmerlich.
Kalt, verglüht, glimmt doch der Keim
neu fürs Leben, insgeheim.
Geändert von Archimedes (01.11.2010 um 23:13 Uhr)
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