ein funke vergebens
ein funke vergebens
ich funke an deine adresse,
weil ich es wohl sonst bald vergesse,
geschrieben mit schmerzen und sehnen,
das wollte ich doch noch erwähnen:
das alter, ich hieß es verpuppen,
das ließ sich davon nicht betuppen.
es eilte mit weile in haaren,
die abends noch blondgelockt waren,
und morgens ergraut und verloren.
warst du nicht erst gestern geboren?
war ich nicht erst gestern geworfen?
die biologie will nur morphen,
was schön ist, zur fratze verdichten,
was lebt, letztlich völlig vernichten,
um daraus das neue zu bauen!
lass uns dabei fröhlich verdauen,
was wir selbst vernichtend gegessen,
bevor wir uns endlich vergessen.
__________________
Dichtung zu vielen Gelegenheiten -
mit einem leichtem Anflug von melancholischer Ironie gewürzt
Alle Beiträge (c) Walther
Abdruck von Werken ist erwünscht, bedarf jedoch der vorherigen Zustimmung und der Nennung von Autor und Urheberrechtsvorbehalt
Geändert von Walther (27.05.2011 um 10:22 Uhr)
|