Hi, Dana!
Ein sehr gut durchdachtes und sprachlich wohlgeflochtenes Gedicht. Ich war so frech, mich drüberzumachen, einerseits, um die fehlenden Reime nachzureichen, anererseits, um gewisse sprachliche Ungleichgewichte und undeutliche Aussagen zu glätten und zu harmonisieren. Nimm, was dir brauchbar erscheint.
Gedenke ich der Augenblicke, die nicht lügen,
zum einen jener, die mir Hoffnung raubten,
wie jener auch, die mich zu Höhenflügen
bewogen oft und auch an Wunder glaubten,
um sie im Album der durchlebten Zeiten
als "einst gewesen" lächelnd zu betrachten,
so schöpf ich daraus Lebensleichtigkeiten
für alles Kommende und kann beachten,
dass sie sich groß zu einem Ganzen fügen,
das wohl ein Nehmen ist wie auch ein Geben,
das durch die Zeiten weht, sich zu genügen:
Ein Mosaik aus Augenblicken - unser Leben.
Ich hoffe, ich bin nicht über's Zierl hinausgeschossen. Falls doch, kannst du es zumindest als Kompliment betrachten: Ein schlechtes Gedicht hätte mich gewiss nicht derart inspiriert!
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind.
Dummheit und Demut befreunden sich selten.
Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.
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