Nachtfrage
Ruhlos wandert durch die Nächte
meiner Seele stiller Traum.
Längst entäußert aller Rechte,
dass des Tags ich daran dächte,
findet dort sich Zeit und Raum.
Wirkt die unerkannten Netze
heimlich, leis mir ins Gemüt
nach dem alten Weltgesetze.
Dass nicht störe und verletze,
was da im Verborgnen blüht,
suche ich ihn zu erreichen:
Sage mir, was soll ich tun?
Welche Schuld wär zu begleichen?
Deutete ich recht die Zeichen?
Nun, so lass mich wieder ruhn……
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Cogito dichto sum - ich dichte, also bin ich!
Geändert von a.c.larin (17.05.2012 um 06:37 Uhr)
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