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Alt 12.10.2012, 19:04   #2
Falderwald
Lyrische Emotion
 
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Hallo Antigone,

da die Welt aus Relationen besteht, muss es, wenn es die Unempfindlichen gibt, auch die Empfindlichen geben.

Die Frage ist nur, ob die Letzteren es schließlich besser machen könnten, ob sie Mittel und Wege kennen, um das Dilemma abzustellen.

Anscheinend will es die hiesige Gesellschaftsformation so, weil sie nicht in der Lage ist, sich umzugestalten.

Und da haben wir wieder das beste Beispiel dafür, daß solche Gesellschaftsformationen ein rein künstliches Produkt sind.

Denn egal, wer in der Überzahl ist und das Sagen hat, immer werden die jeweiligen Werte und Moralvorstellungen, nach denen es in der Gesellschaft zu (über)leben gilt, auch allen anderen vorgegeben.

Wie sich das entwickeln wird, was sich zur Zeit z.B. in den Südstaaten der EU abzeichnet, ist schwer zu sagen. Die Bilder und Nachrichten, die es von dort gibt, gefallen wohl niemandem, egal, welcher Motivation dieses Missfallen nun zugrunde liegt.

Letzlich aber entscheidet die Zeit, wann ein System überholt ist, da bin ich mir ganz sicher.

Ob das, was danach kommt, dann aber besser sein wird, bleibt eine offene Frage, die nur die Zukunft beantworten kann.

Meistens wird ein perverses System durch das nächste ersetzt.

So war es zu allen Zeiten und zufriedenstellen, wird es niemals alle.

Dafür sind die Menschen zu verschieden.


Gerne gelesen und kommentiert...


Liebe Grüße

Bis bald

Falderwald
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Oh, dass ich große Laster säh', Verbrechen, blutig kolossal, nur diese satte Tugend nicht und zahlungsfähige Moral. (Heinrich Heine)



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