Hallo Erich,
Dein Gedicht beschäftigt sich mit Gedanken, die auch mich desöfteren umtreiben.
Mit dem Sonett hast Du eine treffende Form für diese Verse gefunden.
Lediglich an einer Stelle bin ich gestolpert: Im 2. Quartett, dritter Vers ist eine Silbe zuviel. Wenn Du dort das "...aus dem kalten Modern..." abänderen würdest in "...aus kaltem Modern...", dann, so meine ich, wäre der Rhythmus auch an der Stelle unauffällig.
Ja älter ich werde, umso mehr kreisen die Gedanken um, ich nenne es mal, "die Länge der Reststrecke", und auch ich habe irgandwann erkannt, dass ein sich Vergraben in Erinnerungen, Vergangenem und Verlorenem die schlechteste Lösung ist.
Mein Motto ist geworden: "Es ist nicht mehr viel; mach was draus!"
Besonders gefallen mir die letzten drei Verse der ersten Strophe.
"Tage, die ungelebt verstreichen", weiß Gott, davon gibt es viel zu viele.
Herzliche Grüße!

Galapapa