Sorgsam ausgewrungen
Sorgsam ausgewrungen
Die Worte hast du sorgsam ausgewrungen
Und auch das letzte Tröpfchen aufgefangen,
Um an den Sinn des Wesens zu gelangen:
Es ist, als wär dabei der Ton verklungen,
Der alles trägt, dies leichte feine Schweben,
Das nach dem Leben schmeckt. Ist es misslungen?
Die Sprache hat sich vogelgleich geschwungen
Hinauf in Himmelshöhn, als wär es ihr gegeben,
Als wäre alles Preisen tief in ihr geschrieben.
Doch dann ist sie im Steigen stehn geblieben
Und stürzte wie getroffen steil hinunter.
Es waren, als die Trauer noch nicht wachte,
Die Zweifel, Schmerz und Dunkeln mit sich brachte,
Der Vers, die Melodie, um Vieles bunter.
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Dichtung zu vielen Gelegenheiten -
mit einem leichtem Anflug von melancholischer Ironie gewürzt
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Geändert von Walther (13.01.2014 um 08:55 Uhr)
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