Thema: tabu loses
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Alt 01.10.2014, 20:22   #8
Erich Kykal
TENEBRAE
 
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Zitat von Fenek Beitrag anzeigen
Lieber Falderwald,

ja, man möchte endlich die Wunderkerzen angezündet sehen. Aber dann bin ich im Zweifel, ob da überhaupt welche sind in den Köpfen der Dichter angesichts dieser stupiden Gedichte, die sie in den einschlägigen Gedichteforen im Netz einstellen. Erinnern sie einen doch an den Schulunterricht, an Rilke und Co. Meinen die Poeten, sie müssen sich an diese Klassiker anlehnen, um Vollkommenes zu erschaffen? Peinlich, dieses Nachäffen, altbacken und angestaubt die Resultate. Das einzige Sonett, welches denn mit Esprit rüberkommt, ist jenes von Robert Gernhardt, in welchem er Sonette als beschissen bezeichnet.

Dann gibt es da noch die moderne Lyrik, die aber auch schon in die Jahre gekommen ist, aber immer noch erträglich rüberkommt, im poetenladen.de zu bestaunen.

Ich mag ohnehin lieber die Bildende Kunst, denn dort gibt es sie, die unterschiedlichen Malstile und vielfältigen Schöpfungen. Da wundert sich der voreingenommene Kunstbanause, wenn ein Kunstwerk nur aus einem Bilderrahmen besteht, ohne Gemälde bzw. nur weißer Fläche darin. Der Kunstprofessor spricht in dem Falle von großer Kunst, weil die Idee zählt. Ahnungslose spotten, behaupten, ja, das könnten sie auch.

Als ich zum ersten Mal den „Zauberwürfel“ in Händen hielt, dachte ich, warum hat man den nicht eher gebaut und wie einfach der doch im Prinzip funktioniert. Da sagt aber keiner, derartiges könnt ich auch mal erfinden. Kurzgeschichten und Lyrik traut sich allerdings jeder Hühnerfranz zu. Und was kommt heraus, Nachgeschaffenes.

Ich wünschte mir, die Poeten sprengten in Zukunft alle Ketten und jeder findet einen eigenen Stil und ein Feuerwerk an Ideen entzündet sich.

Und, lieber Falderwald, da belebt sogar ein Blindgänger die Szene, platt wie ein Rahmen ohne Bild.

LG Fenek
Hi, Fenek!

Ich wollte bloß diesen "großartigen" Kommentar erhalten, wie auch deine "großartige" lyrische Leistung, deren (in meinen Augen voll gerechtfertigte) Kritik diese deine Antwort offenbar provoziert hat:

tabu loses

ihre möse war nicht trocken
ich weiß nicht ob ich‘s
schreiben soll
sagen muss noch darf
wenn sie doch feucht war
wenigstens ein bisschen

moralischer würd‘ s
wohl klingen


Ich weiß bloß noch nicht, was von beidem ich dümmer, platter und alberner finde...

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen - es wäre auch verschwendete Zeit und Mühe. Spätestens deine Verunglimpfung von Rilke und der Schönheit klassischer Lyrik hat dich als ernstzunehmenden Autor und Gesprächspartner in meinem Augen nachhaltig disqualifiziert. All deine anderen arroganten Aussagen danach sowie das, was du hier als Lyrik zu verkaufen versuchst, waren eigentlich gar nicht mehr nötig - bestenfalls eine Bestätigung meiner Ansicht zu deiner Person.

Bemühe dich nicht um eine Antwort - ich würde sie ignorieren. Halte mich einfach für ein weiteres Arschloch, das dich nicht versteht, wenn es dir hilft, dein selbstgefälliges Selbstbild zu erhalten...

Rilke rules!

eKy (schwer angepisst!)
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen.
Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen!
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Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt.
Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit.

Geändert von Erich Kykal (01.10.2014 um 20:43 Uhr)
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