Feengarn
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Mit Feengarn vernähter Schleiersaum
bedeckt das Feld, den Fluss und jeden Strauch.
Novemberlachen taumelt aus dem Baum.
Mein Sommerherz zerrinnt im trüben Traum,
versinkt, ertrinkt im grauen Diesighauch
aus feengarnvernähtem Schleiersaum.
Die Flüsterknisterschritte hört man kaum,
gedämpft die Welt zerfällt im Nebelrauch.
Novemberlachen taumelt aus dem Baum.
Der Himmel liegt am Grund wie zarter Flaum
und Syrinx Lied erklingt im Ruf des Gauch,
am feenhauchumwehten Schleiersaum.
Der Flötenspieler tanzt im Seelenraum
und Herbstlichtfalter schwirren mir im Bauch.
Novemberlachen taumelt aus dem Baum.
Mein Bilderbuch, gehemmt vom Wortezaum,
ist prall gefüllt mit buntem Grau. Ich tauch
im feengarnvernähten Schleiersaum.
Novermberlachen taumelt aus dem Baum.
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© auf alle meine Texte
„Mir gefiel der Geschmack von Bier, sein lebendiger, weißer Schaum, seine kupferhellen Tiefen, die plötzlichen Welten, die sich durch die nassen braunen Glaswände hindurch auftaten, das schräge Anfluten an die Lippen und das langsame Schlucken hinunter zum verlangenden Bauch, das Salz auf der Zunge, der Schaum im Mundwinkel.“
Dylan Thomas
Geändert von Cebrail (28.11.2014 um 00:41 Uhr)
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