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Alt 31.03.2009, 18:54   #6
a.c.larin
Erfahrener Eiland-Dichter
 
Registriert seit: 14.03.2009
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hallo dana,
die möglichkeit der täuschung besteht immer, nicht nur im internet!
im internet geht es natürlich besonders gut, weil 80 Prozent
(in worten :achtzig) der kommunikationsbasis wegfallen. (augenkontakt, stimme, körperhaltung, mimik, gestik, kleidung, usw....)
das kann aber auch wieder hilfreich sein. nicht immer sagen uns unsere sinne ja was "richtiges" - wir interpretieren das gesehene aufgrund von erfahrungen, die wir irgendwann einmal gemacht haben. da kann's auch schon mal blödsinnig zugehen!
außerdem hat man im internet länger zeit, sich seine worte zu überlegen, zu reflektieren, bevor man was abschickt. in sogenannten "normaler" kommunikation geht's "flutsch"- und schon isses bei der fressluke raus - das kann auch ziemlich peinlich werden!
und das spiel mit dem anschein und der phantasie : na aber, das haben wir ja auch im alltagsleben drauf : image polieren durch statussymbole: uhr, auto, frisur, kleidung, die art und weise, wie man spricht, was man isst, welche filme man sieht.....
wir erzählen uns selbst und den anderen permanent eine geschichte über uns, wählen eine rolle für uns oder lassen uns in rollen wählen.......
affen machen halt ein affentheater , was sonst......
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Cogito dichto sum - ich dichte, also bin ich!
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