Thema: Der Mond
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 08.10.2015, 20:40   #7
ginTon
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Sy,

Also mir gefällt das Gedicht irgendwie, wenn es denke ich auch alte zu oft gehörte Klischees bemüht. Hier ist es sehr gut geschrieben worden.

Zitat:
Papieren faltet sich die Oberfläche,
wir trennen uns zum allerletzten Mal.
Du weinst, die Abschiedstränen werden Bäche,
und Ungewißheit wird zur Liebesqual.
Die erste Zeile erinnert mich an den Spruch, deine Haut ist dünn wie Papier, also wahrscheinlich auf Empfindsamkeit o.ä bezogen. Das Falten des Papiers, könnte man als Knistern interpretieren. Liebesqual ist ein Wort, welches ich irgendwie schwerlich mit Liebe in Verbindung bringen kann. In meinen Augen gilt, Liebe weiß etc.pp Qual in dieser Verbindung, finde ich zwiespältig, sogar falsch...

Zitat:
Zerronnen ist der Hoffnung letztes Sehnen,
kein Funkeln dringt durch diese dunkle Nacht.
Es ist ein halbwegs Aneinanderlehnen,
die Einsamkeit ist wieder aufgewacht.
Gefällt mir die Strophe, schwingt locker und leicht und liest sich gut...

Zitat:
Wir sammeln beide unsre Seelenscherben,
auch Wandelröschen werden nicht geschont,
ein Weiterblühen will beschrieben werden -
am Horizont erscheint der gelbe Mond.
Eine Frage, was sind Wandelröschen? Das Wort Seelenscherben, gut wers mag, wurde für mich in zu vielen Gedichten zu oft bemüht, und da könnte man fast anfangen mitzuheulen. Ansonsen gefällt mir die Strophe.

Zitat:
Wie sollen wir denn jemals wieder lieben
auf Pfaden, leuchtend wie im Schimmerlicht,
wenn wir, die immer auseinanderstieben,
uns abends sehen, wenn die Nacht anbricht?
Gefällt mir auch gut die Strophe.

LG gin
  Mit Zitat antworten