Lieber eKy,
hier habe ich doppelt genossen. Einmal das sprachlich fließende Sonett und dann die Besprechung mit Thomas.


Bevor ich überhaupt wusste, dass Poesie auch "Fachwissen" beinhaltet und erfordert, reimte ich fleißig und es machte mir Spaß.

Fast jeder Vers war ein vollständiger Satz mit Punkt oder Komma.
Enjabements sind mir zwar in anderen Gedichten aufgefallen, aber eben nicht als solche. Ich habe die Kunst darin bewundert und geglaubt, ich könnte es nicht.
Einleuchtend in Eurem Gespräch auch die "Betrachtung" des Inhalts.
Wäre das z.B. eines von Goethe, stellte ich bewundernd fest, was und wie er über "Vollendung" schrieb und dachte. Mir gefiele es und ich würde es mir an die Wand pinnen, um für mich zu übersetzen, um nachzudenken oder um es Freunden zu zeigen. Ich würde über Goethes "Klugheit, Weisheit" reden und dabei seine persönliches Anliegen auslassen.
Das finde ich hoch interessant, denn ich neige sehr dazu, im Gedicht ein "Anliegen" zu erkennen und nicht selten Empathie zu zeigen.
Ich bin mir dessen bewusst und denke, darin besteht der Unterschied - ob sich lebende Dichter austauschen oder ob man über "alte Meister" spricht.
Am Ende zählt das Werk. Ein Urururenkel, der "Vollendet" liest, pinnt es sich an die Wand und spricht mit Freunden über das Leben.
Ein gutes Sonett mit wertvollen Beiträgen.
Liebe Grüße
Dana