Liebe Chavali,
so eine "Schatzkiste" habe ich auch und vervollständige sie immer noch.
Sehr schön hast Du diese "Aufhebleidenschaft" verdichtet. Ich kenne, praktiziere und lebe sie.
Der vorletzte Vers ist ein schöner Gedanke - jene Schatzkiste mitzunehmen. Damit befreit man die Hinterbliebenen vor Schuldgefühlen der Entsorgung, zwingt niemanden zu bewahren, woran sie nicht hängen. Man nimmt es mit ins Nirvana.
Ich bin sehr angetan von Deinem Werk, weil ich mich darin wiederfinde. Zeichnungen der Kinder, die vielen "Liebeserklärungen", wenn sie sich schuldig fühlten

, wenn sie Versprechungen abgaben oder mitteilten, was sie gaaaanz anders wollten.
Jetzt, wo ich kommentiere, verliert sich die gewählte Rubrik von Dir. Bei mir kommt ein versöhnendes Lächeln auf für das Bewahren, das Festhalten an schönen Dingen.
Vielleicht darum, weil ich die traurigen Bilder, Briefe und Zettel immer irgendwann selbst entsorgt habe. Ich wollte die Erinnerungen nicht "belegt" sehen - eine Art Selbstschutz. Wären sie in der Sammlung dabei, ist die Rubrik wieder richtig.
Sehr schön und gut gemacht.
Liebe Grüße
Dana