Nr.3 a) an Erich K.
Es krächzt Herr Kykal wie ein alter Rabe
in bläulichschwarzgekleidetem Gefieder
tagtäglich seine schnöden Lyriklieder,
er glaubt, er sei ein holder Sängerknabe.
Als kleines Rädchen kreist er um die Nabe,
um die sich alles dreht und immer wieder
schlägt seine Poesie die Lyrik nieder,
die steht mit einer Zeile schon im Grabe.
Auf Stoppelfeldern sucht er Silbenkrumen,
er ähnelt daher einer Rabenkrähe,
und sein Gekrächze hat nur Luftvolumen.
Als Rabendichter ist er ein Pygmäe,
so sende ich ihm nun ein Sträußchen Blumen
und meinen Spottpokal als Siegtrophäe.
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Manchmal muss man eben Dreck fressen, um Gold kacken zu können (Falderwald)
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