29.08.2025, 21:24
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Erfahrener Eiland-Dichter
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DIE ORDNUNGEN DER NACHT
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Worte zur Kunst: Zeitgenössisch
DIE ORDNUNGEN DER NACHT (Blankosonett)
du kreuzt und quer auf wunden Oberflächen
die schlechte Saat des Sommers in das Feld
Anselm und Kiefer leerer Außenhüllen
und bettest dich zum: Schlafe ein mein Kind!
schon morgen wird es Pech statt Liebe regnen
der Morgen graut und blinder Hass, der fällt
als Traufe zwischen Ackerbruch und jenen
die schöner sehen, dank der Sonne scheinen
wohin ich auch am Wegesrand begegne
es war mir neu und Gier im Tun zugleich
in irgendetwas ICH & ICH zu finden
bis alles Flächenbrand und Trauer war
und ohne Kraft gespiegelt in den Segeln
im schönen Sommer, Küsten und verbrannt…
Anmerkung: Einige Zeilen, wie zum Beispiel: »gespiegelt in den Segeln« in Anlehnung an das Gedicht An die Sonne von Ingeborg Bachmann, siehe: hier und, wer es gerne gesprochen hören möchte, siehe: hier. Des Weiteren orientiert sich das vorliegende Werk an der Schaffenskraft und Biografie von Anselm Kiefer, siehe: hier und hier. PS: vor allem die als letztes genannte Doku kann ich nur empfehlen, habe ich jetzt schon zweimal im ICE angeschaut und mich dazu bewegt, dies hier zu schreiben.
*Text zum Bild: Anselm Kiefer DIE ORDNUNGEN DER NACHT Galerie unbekannt
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ich glaube, ich Ufer über...
Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi)
nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
Geändert von ginTon (29.08.2025 um 21:40 Uhr)
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