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| Minimallyrik und Aphorismen Alles was kurz und schmerzlos ist |
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#1 |
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Erfahrener Eiland-Dichter
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© Bilder by ginton Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi) Stell dich mitten in den Regen, glaub an seinen Tropfensegen spinn dich in das Rauschen ein und versuche gut zu sein! (Borchert) nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
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#2 |
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Neuer Eiland-Dichter
Registriert seit: 27.08.2026
Ort: Bregenz
Beiträge: 10
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Geschätzte Forengemeinde,
bevor ich auf das Experimentelle dieses Textes eingehe, erneut der dringliche Appell: Das Verfassen von Lyrik in monumentaler Großschrift erhöht weder die ästhetische Dichte noch die literarische Relevanz. Es wirkt schlicht wie der visuelle Versuch, eine inhaltliche Leere durch typografische Lautstärke zu kompensieren. Bitte kehren Sie zur Standardgröße zurück. Zum Text selbst: Der Titel verspricht mit dem Fachbegriff der Epizeuxis (der unmittelbaren Wortwiederholung) ein bewusstes Spiel mit rhetorischen Figuren. Das Ergebnis bleibt jedoch leider hinter dem formalen Anspruch zurück. 1. Das handwerkliche Missverständnis Eine Epizeuxis lebt von der rhythmischen und emotionalen Steigerung innerhalb des Satzgefüges (wie das dreifache „gefühlt“ am Ende). Hier wird sie jedoch so isoliert und fragmentiert eingesetzt, dass kein lyrischer Sog entsteht, sondern lediglich der Eindruck eines unfertigen Notizzettels. Die Zerhackung der Zeilen („denn / nicht“) wirkt künstlich und erzwingt eine Bedeutungsschwere, die der Text inhaltlich nicht einlösen kann. 2. Inhaltliche Seichtigkeit Hinter der avantgardistischen Fassade der Schrägstriche und Zeilenbrüche verbirgt sich leider nur ein sehr banales, fast schon pubertäres Motiv: Das sehnsüchtige Warten auf die Aufmerksamkeit eines Gegenübers, garniert mit dem klischeehaften „unter meinem dünnen Hemd bebe“. Das ist kein „Gehirnflackern“, sondern melodramatischer Kitsch im modernen Gewand. Fazit: Der Text tarnt sich durch seine formale Zerrissenheit als moderne, kryptische Lyrik, bleibt substanziell aber auf dem Niveau eines ungelenken Tagebucheintrags. Wenn man schon mit antiken Stilmitteln wie der Epizeuxis hantiert, sollte der Rest des Textes handwerklich reifer ausformuliert sein. Mit kritischem Gruß, Feder Zensor
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Kritisiert wird der Text, niemals der Mensch. |
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