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#1 |
der mit dem Reim tanzt
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: SpreeAthen
Beiträge: 565
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Die U-Bahn kommt und du steigst eben ein.
Der Tag verging, du lässt in fertig sein. Doch diesmal ist’s, du glaubst es wirklich kaum: Dir gegenüber sitzt ein wahrer Traum. Mein Herz springt hoch, ich schwebe, bin ganz steif, verstohlen blick ich hin, sofort begreif ich, dass der Augenblick, von dir gespendet, nun niemals flüchten wird, mir niemals endet. Ich möchte mich in deinem Blick total verlieren, den Glanz im Augenblick verwegen spüren, der mich bewegt, da du mir gegenüber wahrscheinlich nachdenkst, und zwar nur darüber, was du dann tust, wenn diese Fahrt zu Ende, schnippst schon den Schlüssel leicht durch deine Hände. Jetzt gähnst du etwas nervig, ganz dezent, hörst, wie die Frau vom Band den Bahnhof nennt, verlässt den Zug, soeben grade. Ich find das schade.
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gestörte Kreise Geändert von Archimedes (12.09.2011 um 13:59 Uhr) |
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#2 |
Erfahrener Eiland-Dichter
Registriert seit: 14.03.2009
Ort: wien
Beiträge: 4.893
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oh archimiedes,
ich würde da eher sagen: die ist dir entwischt! (und das "t" von "sitzt" hat sie auch gleich mitgenommen! ![]() wirklich ein jammer! da hilft nur noch ein inserat: unbekannte, bitte melden - ich hatte mit dir ein "schlüsselerlebnis!" ![]() jaja, so kanns gehen.... liebe grüße, larin |
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#3 |
Slawische Seele
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Inselstadt Ratzeburg
Beiträge: 5.637
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oh,
![]() Ich stell mir vor, es ginge dort um Stunden; sie würde garantiert ein Schläfchen vagen, und du, ganz aufgelöst und umunwunden, in Starre träumend sie auf Händen tragen und wie in Trance an ihrer Haltestelle zugleich mit ihr vom Platze dich erheben, ihr folgen, stolpern über eine Schwelle, erwachen und zur U-Bahn dich begeben. Da lief etwas schief, schnief. Lieber Archi, schön war es trotzdem, oder? ![]()
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Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen,
ich schulde ihnen noch mein Leben. (Frederike Frei) |
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#4 |
TENEBRAE
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Österreich
Beiträge: 8.570
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Hi, Archie!
Wie gewohnt webe ich meine Vorschläge gleich in ein Zitat ein. Übernimm, was dir gut erscheint. Das Gedicht ist interessant, beinah aufregend, denn solche "versteifenden" Augenblicke haben wir (Männer) wohl alle schon selbst erlebt - und genossen! Die U-Bahn kommt und du steigst eben ein. Der Tag verging, du lässt in fertig sein. Doch diesmal ist’s, du glaubst es wirklich kaum: Dir gegenüber sitzt ein wahrer Traum. Tippfehler. Mein Herz springt hoch, ich hocke da, ganz steif, Wortwiederholung mit "sitzt" in der vorhergehenden Zeile. verstohlen blick ich hin, sofort begreif ich, dass der Augenblick, von dir gespendet, bedacht genutzt sein will, bevor er endet. Wirre Formulierung bei dir. Ich möchte mich in deinem Blick total verlieren, den Glanz im Augenblick verwegen spüren, der mich bewegt, da du mir gegenüber wahrscheinlich nachdenkst, und zwar drüber, bei Verwendung von "darüber" brauchst du in diesem Fall "nachdenken", weil es keine direkte Frage ist! was du beginnst, wenn diese Fahrt zu Ende. "was du wirst tun" ist umständlich und unschön. Du schnippst den Schlüssel schon durch deine Hände. Jetzt gähnst du etwas schüchtern und dezent, Metrisch besser, flüssiger zu lesen. hörst, wie die Frau vom Band den Bahnhof nennt,Das muss erklärt sein, sonst verwirrend. verlässt den Zug, soeben grade. Ich find das schade. Ja, sehr schade! Man hätte sich - auch für sich selbst zuzeiten - ein anderes Ende gewünscht, wenn überhaupt... Sehr gern gelesen! LG, eKy
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Weis heiter zieht diese Elend Erle Ute - aber Liebe allein lässt sie wachsen. Wer Gebete spricht, glaubt an Götter - wer aber Gedichte schreibt, glaubt an Menschen! Ein HAIKU ist ein Medium für alle, die mit langen Sätzen überfordert sind. Dummheit und Demut befreunden sich selten. Die Verbrennung von Vordenkern findet auf dem Gescheiterhaufen statt. Hybris ist ein Symptom der eigenen Begrenztheit. |
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#5 |
der mit dem Reim tanzt
Registriert seit: 18.02.2009
Ort: SpreeAthen
Beiträge: 565
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Liebe Larin, da waren 50 Jahre Altersunterschied. Es war besser, dass ich ohne Ansprüche nur genossen habe.
Liebe Dana, schön hast du den Augenblick in einen Traum verwandelt. Aber, lieber nicht, so erspart man sich das Erwachen. Lieber Kykal, wie immer hast du einfühlsam die Nyancen ausgewogen, und mir dadurch zur Überarbeitung verholfen. Ich glaube es ist nun besser geworden. Euch vielen Dank für die Anteilnahme und die schönen Kommentare Gruß Archimedes ...mit den Emotional-Kreisen
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gestörte Kreise |
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