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#1 |
asphaltwaldwesen
Registriert seit: 31.03.2009
Ort: österreich
Beiträge: 961
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ein stückchen wald
mit laub bedeckt bunt und lebendig hast du in mir erweckt grad wars noch kalt hast meinen herzschlag mir inwändig flatterig gemacht rastlos und unbedacht unbändig und lebendig flammen neu entfacht die fast erloschen tief begraben in des bodens kühle ließen vergessen die mir eigne schwüle die deinen atem braucht so wie der funke luft um heiß zu brennen wie sehnt ich mich es gar nicht wissend danach zu erkennen dass ich noch so viel mehr bin und noch so viel mehr sein kann und weiter rennen in unsrem wald voll farbe, leben und musik soll uns nie wieder etwas trennen .fee '09
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"Gedichte sind Geschenke an die Aufmerksamen" Paul Celan |
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#2 |
gesperrte Senorissima
Registriert seit: 07.02.2009
Ort: Pfalz
Beiträge: 4.134
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Liebe fee,
ein sehr interessantes Gedicht! Obwohl ich Kleinschreibung nicht mag und auf Interpunktion versessen bin: Hier steckt ungeheuer viel Gefühl und Wunsch drin, das teilt sich mit. Das "inwändig" ( weil auf ein Herz bezogen) ist besonders delikat! Auch Ungewohntes und Ungewöhnliches kann mich begeistern. In diesem Sinne: Lieben Gruß von cyparis |
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#3 |
asphaltwaldwesen
Registriert seit: 31.03.2009
Ort: österreich
Beiträge: 961
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servus cyparis,
es freut mich sehr, dass die zugegebenermaßen etwas ungewöhnliche form meines gedichtes dir zusagt! als bewundererin mancher (,selektiv gehörter) deutscher hip-hopper, die tatsächlich wahre wortakrobaten, philosophen und in ihrer ihnen ganz eigenen sprache sehr gefühlvoll sind, übernimmt manchmal dieser spezielle klang der worte das ruder und führt mich in einer art tanz durch die gedankenwelten in meinem kopf. verbindet das wahrgenommene, beobachtete, gefühlte mit einer besonderen art von rythmus, wiederholung und klang. verselbstständigt sich gewissermaßen und schreibt sich durch meine hand. eins findet das andere und ein wort gebiert das nächste und überübernächste um zu verzahnen, was zusammengehört. nicht alle meine texte entstehen so. und nicht alle von diesen schaffen es, auch ohne diesen (wissens)hintergrund zu "funktionieren" oder gar zu berühren. dass mir hier beides gelungen zu sein scheint, ist mir sehr wichtig, eine freude und bestätigt meine wahrnehmung, dass gedicht und lied miteinander untrennbar verbunden sind und immer schon waren. etwas, das uns menschen wesensmäßig innewohnt. seit jeher. egal, in welchen zeitaltern. vielleicht lässt sich manches vom tradierten, guten alten mit dem neuen, modernen verzahnen und vereinen - zu einem neuen gesamten, das zugleich dem wort und der sprache an sich gerecht wird und dennoch auch spiegel seiner zeit ist. so, wie es das wesen der kunst nun mal ist. danke für den schönen, anerkennenden und lobenden kommentar. er ist mir - gerade bei einem text wie diesem - wert und teuer. gruß, fee
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"Gedichte sind Geschenke an die Aufmerksamen" Paul Celan |
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#4 |
Erfahrener Eiland-Dichter
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hallo liebe fee,
eins habe ich noch und ich wünschte es könnten immer solcherlei werke sein, doch dies ist realität und wir als dichter und schreiber sind dazu verpflichtet alle facetten des lebens zu ergründen und darzustellen, na ja verplichtet ist wohl ein wenig übertrieben und ich für meinen teil will mcih eigentlich immer liebend gerne in solcherlei werke zurückziehen, obwohl ich weiß, dass ich mir als träumer dann immer selbst was vormache, jedoch denke ich auch das ich es bin der seinen film bestimmt (zumindest jetzt) und deswegen mache ich um manches einen bogen und schreibe sowie lese es nicht (ausnahmen sind jedoch dabei)... hier jedoch kann ich keinen bogen drumherum machen weil es mir wieder sehr gefällt, sehr romantisch und gut geschrieben, ich müsste mal wieder ne umfangreichere kritik schreiben, doch ich hoffe es wird mir nachgesehn das ich hier nur nen modem habe...die letzten strophen sind meine favorites wie sehnt ich mich es gar nicht wissend danach zu erkennen dass ich noch so viel mehr bin und noch so viel mehr sein kann und weiter rennen in unsrem wald voll farbe, leben und musik soll uns nie wieder etwas trennen ...sehr schönes werk LG basse
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© Bilder by ginton Jeder, der dir nah steht, steht mir auch nah... Alles, was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form. (Hopi) nichts bleibt, nichts ist abgeschlossen und nichts ist perfekt... (Wabi-Sabi)
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#5 |
asphaltwaldwesen
Registriert seit: 31.03.2009
Ort: österreich
Beiträge: 961
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tja, basse,
was kann ich auf einen so schönen kommentar schon erwidern? ein herzliches DANKE und schön, dass du nicht abgebogen bist vor meinem gedicht und ein paar lobeszeilen dazu. ![]() mach weiter so und ich werd größenwahnsinnig. da ich ohnehin meines wissens schon (selbsternannte) göttin bin, geht das ratz-fatz-haste-nich-gesehn. also: aufpassen! und...äh...weitermachen. ![]() herzlicher gruß, fee (grad ein bissl aus dem häusl vor so viel lob)
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